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BlackBerry fasst eigenen Verkauf ins Auge


Smartphone-Pionier  

BlackBerry erwägt eigenen Verkauf

13.08.2013, 07:34 Uhr | AFP

BlackBerry fasst eigenen Verkauf ins Auge. Trotz neuer Modelle gelingt Blackberry kein dauerhafter Aufschwung (Quelle: AP/dpa/picture-alliance)

Trotz neuer Modelle gelingt Blackberry kein dauerhafter Aufschwung (Quelle: AP/dpa/picture-alliance)

Der kriselnde Smartphone-Pionier BlackBerry könnte schon bald verkauft werden. Das kanadische Unternehmen erklärte am Montag, es prüfe derzeit "strategische Optionen", möglich seien ein Verkauf oder eine Partnerschaft mit einer anderen Firma. Seit dem Start des iPhones von Apple und des Google-Betriebssystems Android laufen Blackberry die Kunden davon.

BlackBerry: Ausschuss soll Optionen ausloten

Ein Sonderausschuss aus fünf Mitgliedern des Verwaltungsrates von Blackberry soll nun nach Lösungen suchen. Möglichen seien unter anderem "Gemeinschaftsunternehmen, Partnerschaften oder strategische Allianzen, ein Verkauf des Unternehmens oder andere Optionen", erklärte der Handyhersteller.

Es gebe aber "keine Garantie", dass die Suche nach Lösungen tatsächliche Folgen habe. Weitere Angaben will Blackberry erst machen, wenn der Verwaltungsrat eine Transaktion beschließt oder dem Verfahren ein Ende setzt.

BlackBerry einst bei Geschäftskunden beliebt

Die Geräte von BlackBerry waren früher vor allem bei Geschäftsleuten sehr beliebt. Sie boten eine einfache und komfortable Möglichkeit, E-Mails und Termine zu verwalten sowie Kurznachrichten zu verschicken. Außerdem waren die Sicherheitsstandards an die Bedürfnisse von Firmen angepasst. Das Unternehmen verpasste dann aber den Siegeszug der neuen Handygeneration mit Touchscreen, den der US-Konkurrent Apple mit dem iPhone anführte.

Marktanteil geht zurück

Seitdem stellten auch immer mehr Blackberry-Kunden auf iPhones oder Android-Smartphones um, die in vielen Punkten einfacher zu bedienen sind und für die außerdem deutlich mehr Apps, also Miniprogramme für Handys, angeboten werden. Im zweiten Quartal verkaufte Blackberry nach Berechnungen des Marktforschers IDC zwar mehr Handys als ein Jahr zuvor. Angesichts des rasant wachsenden Smartphone-Marktes sank der Marktanteil aber auf 3,7 Prozent - während Android 80 Prozent erreichte.

Firma erst im vor wenigen Monaten umbenannt

Ende Januar hatte Blackberry sein neues Smartphone-Modell Z10 mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 vorgestellt. Die neuen Handys aus Kanada verfügen nun auch alle über einen Touchscreen und sind dem iPhone und Android deutlich ähnlicher geworden. Kunden können nun außerdem entscheiden, ob sie einen großen Bildschirm wünschen oder die Blackberry-typische Tastatur, die etwa die Hälfte des Smartphones einnimmt. Gleichzeitig hatte sich das Unternehmen, das bis dahin als Research in Motion (RIM) firmierte, umbenannt und den Markennamen BlackBerry übernommen.

Das Unternehmen kam bislang dennoch nicht aus der Krise: Nach schwarzen Zahlen im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 verkündete das Unternehmen für das erste Quartal des im April begonnenen neuen Geschäftsjahres wieder einen Verlust.

Management hofft auf neues System

Dennoch glaubt die Unternehmensführung nach eigenen Worten an die Möglichkeit eines langfristigen Erfolges: "Wir sehen weiterhin überwältigende langfristige Chancen für Blackberry 10, wir haben eine außergewöhnliche Technologie", erklärte der deutsche Konzernchef Thorsten Heins.

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