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Fusion von American Airlines und US Airways: US-Justiz stellt sich quer


Gegen die Fusion  

US-Justiz will Pläne zur weltgrößten Airline stoppen

14.08.2013, 12:23 Uhr | dpa, dpa-AFX, t-online.de

Fusion von American Airlines und US Airways: US-Justiz stellt sich quer. Flugzeuge von American Airlines (links) und US Airways stehen auf dem Flughafen nebeneinander. Die beiden Unternehmen wollen sich zusammenschließen (Quelle: Reuters)

Flugzeuge von American Airlines (links) und US Airways stehen auf dem Flughafen nebeneinander. Die beiden Unternehmen wollen sich zusammenschließen (Quelle: Reuters)

Der Zusammenschluss von American Airlines und US Airways zur weltgrößten Fluggesellschaft gerät in Gefahr. Das US-Justizministerium und mehrere Bundesstaaten wollen die Fusion mit einer Wettbewerbsklage verhindern. Denn ihrer Meinung nach hätte der Verbraucher von dem Mega-Deal in keiner Hinsicht einen Vorteil. Die Börsenreaktion zeigt, dass die Bedenken berechtigt sein könnten.

"Die Verbraucher müssten den Preis für diesen Zusammenschluss zahlen - in höheren Ticketpreisen, höheren Gebühren und weniger Auswahl", erklärte Justizminister Eric Holder. Selbst kleine Preiserhöhungen bei einzelnen Flügen würden sich in der Gesamtheit auf eine Mehrbelastung von mehreren Hundert Millionen Dollar für die Kunden summieren.

Für das Fliegen geben US-Amerikaner 70 Milliarden aus

Hintergrund der drastischen Worte ist die Bedeutung des Fliegens in den USA. In dem Land mit seinen weiten Strecken ist das Flugzeug so wichtig wie in Deutschland die Bahn. So ziemlich jede mittelgroße Stadt besitzt ihren eigenen Verkehrsflughafen. Im vergangenen Jahr hätten Reisende in den USA rund 70 Milliarden Dollar (53 Milliarden Euro) fürs Fliegen ausgegeben, rechnete das Justizministerium vor.

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Die Wettbewerbshüter sorgen sich vor allem darum, dass die Preise auf den mehr als 1000 Strecken steigen, auf denen American und US Airways momentan als direkte Konkurrenten auftreten. Auf dem Großteil der inländischen Routen gebe es schon heute kaum mehr Auswahl, monierte das Ministerium.

Titel brechen an der Börse ein

Die Reaktion der Börse gab den Wettbewerbshütern in ihrer Einschätzung Recht: Die Aktien vieler US-Branchengrößen brachen ein. Anteilsscheine von US Airways gaben um über zehn Prozent nach, die Titel der American-Airlines-Muttergesellschaft AMR verloren zeitweise sogar fast die Hälfte an Wert. Dies war der größte prozentuale Tagesverlust seit der Insolvenz des Unternehmens im November 2011. Die Anleger hätten sich erhofft, dass durch die Fusion die Ticketpreise und damit die Renditen für alle Gesellschaften steigen würden, erläuterte ein Händler.

Im Jahr 2005 habe es noch neun große US-Fluggesellschaften gegeben, hieß es in der Klage. Wenn die Fusion durchgehe, seien es nur noch vier Airlines, die mehr als 80 Prozent des Marktes beherrschten. In den vergangenen Jahren hatten zunächst Delta und Northwest fusioniert und später United und Continental. In beiden Fällen war jeweils ein neuer Marktführer entstanden.

Für American Airways sollte es der Rettungsanker sein

American Airlines und US Airways hatten ihre elf Milliarden Dollar schwere Fusion im Februar verkündet. Sie wollten das Unterfangen eigentlich noch in diesem Quartal zum Abschluss bringen. Für die American-Muttergesellschaft AMR sollte die Fusion gleichzeitig der Ausweg aus der Insolvenz sein. Gläubiger und Aktionäre der Firmen hatten dem Vorhaben schon zugestimmt und auch die EU-Kommission als europäische Wettbewerbsbehörde sagte unter Bedingungen ja.

Die beiden Fluggesellschaften können nun vor einem Gericht in Washington ihre Fusion verteidigen. Möglich wären auch Zugeständnisse an die US-Wettbewerbshüter. Der Leiter der Kartellabteilung im Justizministerium, Bill Baer, gab sich allerdings am Dienstag hart: "Die beiden Fluggesellschaften haben erklärt, dass sie auch alleine Erfolg haben könnten."

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