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Deutsche Wirtschaft dreht beim Wachstum richtig auf


Sprung nach vorne  

Deutsche Wirtschaft dreht beim Wachstum richtig auf

14.08.2013, 14:56 Uhr | rtr , AFP , t-online.de

Deutsche Wirtschaft dreht beim Wachstum richtig auf. Kunden in Kauflaune beflügeln das Bruttoinlandsprodukt (Quelle: dpa)

Kunden in Kauflaune beflügeln das Bruttoinlandsprodukt (Quelle: dpa)

Jetzt ist es amtlich: Die deutsche Wirtschaft hat sich von den Einbrüchen durch die Euro-Krise erholt. Konsumfreudige Verbraucher sowie steigende Investitionen und Exporte ließen das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von April bis Juni 2013 um 0,7 Prozent wachsen. Das ist das größte Plus seit über einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zweiter Grund zum Jubeln: Die Eurozone hat nach der längsten Rezession ihrer Geschichte den Schrumpfkurs verlassen.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit 0,6 Prozent Plus beim BIP gerechnet, nachdem die Wirtschaft im ersten Quartal nur haarscharf an einer Rezession vorbeigeschrammte: Nach jetzt korrigierten Angaben stagnierte sie zu Jahresbeginn, nachdem bislang von einem Mini-Plus von 0,1 Prozent ausgegangen worden war. Ende 2012 war die Wirtschaftsleistung noch um 0,5 Prozent eingebrochen. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge wird von einer Rezession gesprochen.

Verbraucher in Kauflaune tragen den Aufschwung

"Die Konjunktur steht wieder auf festerem Grund", sagte der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Alexander Schumann. "Die Zahlen sind ungewöhnlich stark", ergänzte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Zum Aufschwung trug die gute Kauflaune der Verbraucher bei: Sie erhöhten angesichts steigender Löhne und Beschäftigung ihre Konsumausgaben.

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Auch der Staat gab mehr aus. "Außerdem zogen die Investitionen deutlich an, was nicht zuletzt an witterungsbedingten Nachholeffekten nach dem ungewöhnlich langen und kalten Winter liegen dürfte", erklärten die Statistiker. Dieser hatte vor allem den Bau behindert. Auch vom Außenhandel kamen Impulse, da die Exporte stärker zulegten als die Importe.

Frankreich überrascht mit starkem Plus

Die Eurozone insgesamt hat die längste Rezession ihrer Geschichte überwunden. Das BIP legte zwischen April und Juni ersten Schätzungen zufolge um 0,3 Prozent zu, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Das erste Wachstum nach sechs Minus-Quartalen sei in erster Linie dem Aufschwung in Deutschland und Frankreich zu verdanken.

Frankreich, die Nummer zwei des Währungsraums, schaffte im Frühjahr ein überraschend starkes Plus von 0,5 Prozent. In Italien (-0,2 Prozent) und Spanien (-0,1 Prozent) schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt nur noch leicht.

Im zweiten Halbjahr gibt es schon wieder Risiken

In der zweiten Jahreshälfte dürfte die exportabhängige deutsche Wirtschaft allerdings wieder einen Gang zurückschalten, erwarten sowohl Bundesbank als auch Bundesregierung. Grund dafür ist die schwächere Konjunktur in großen Schwellenländern wie China, während aus dem krisengeplagten Europa kaum Impulse erwartet werden. Konzerne wie der Sportartikel-Hersteller Adidas hatten deshalb zuletzt ihre Geschäftsprognosen gesenkt.

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