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Welthandel: Deutschland verliert am Weltmarkt an Boden


Weltkonjunkturbericht  

Deutschland verliert am Weltmarkt an Boden

15.08.2013, 12:50 Uhr | rtr, t-online.de

Welthandel: Deutschland verliert am Weltmarkt an Boden. Die Durststrecke für die deutschen Exporte ist laut DIHK zu Ende, es fehlt ihnen aber noch der rechte Schwung (Quelle: Marcus Brandt/dpa )

Die Ukraine-Krise belastet die ZEW-Konjunkturerwartungen (Quelle: Marcus Brandt/dpa )

Die deutschen Exporte wachsen einfach nicht schnell genug: Die Bundesrepublik kann mit dem wieder zügiger wachsenden Welthandel nicht mithalten und droht deshalb in diesem und auch im nächsten Jahr Anteile zu verlieren. Das geht aus einem Bericht des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor. Doch es gibt einen Lichtblick.

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Welthandel wächst stärker als deutscher Export

Nach einer Umfrage unter den Auslandshandelskammern (AHK) dürften die deutschen Exporte 2013 nur um zwei Prozent und 2014 dann um vier Prozent zulegen. Dagegen sei der Welthandel dabei, seine Schwächephase zu überwinden und werde mit 3,8 Prozent in diesem und sechs Prozent im nächsten Jahr deutlich stärker zunehmen, heißt in der DIHK-Analyse.

"Damit verliert Deutschland Anteile am Welthandel", fassten die Experten zusammen. Die Einfuhren sollen um drei Prozent und 2014 um vier Prozent zulegen. Die Weltwirtschaft wird laut den Experten ihr Wachstum von 2,8 Prozent in diesem Jahr auf 3,7 Prozent im nächsten Jahr beschleunigen.

Deutschland könnte USA beim Export schlagen

Trotz des Rückstands im Vergleich mit dem Welthandel habe Deutschland – auch dank des wieder erstarkten Euro – "schon in diesem Jahr das Zeug, die USA in der Export-Weltmeisterschaft auf Platz drei zu verweisen", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.

Die Eurozone habe sich aus der Rezession befreit, und Europa gebe der Weltwirtschaft endlich wieder Impulse. Das Wachstumstempo in den USA lege zu, während der Beitrag der Schwellenländer zur Weltwirtschaft geringer sei als gewohnt.

China verliert an Boden

Die Top-Ten-Exportrangliste der Bundesrepublik bleibe "annähernd stabil", berichtete Treier weiter. China - derzeit auf Rang fünf - habe jedoch etwas an Boden verloren. Im Land der Mitte sind laut DIHK die deutschen Unternehmen inzwischen mit erheblichen Produktionskapazitäten engagiert. Das dämpfe das deutsche Exportplus merklich - neben dem langsameren Wachstum in China und der Änderung des Wachstumskurses "Weg von Investition und hin zum Konsum".

Frankreich bleibe das wichtigste Zielland für deutsche Ausfuhren. Die Geschäfte mit den USA - 2012 zweitgrößter Kunde nach Frankreich - dürften weiter brummen: 2015 sollen erstmals Waren im Wert von mehr als 100 Milliarden Euro dorthin verkauft werden. Im vergangenen Jahr waren es rund 87 Milliarden Euro.

Neue Impulse erhalte der Warenaustausch aus Ländern der "vermeintlich zweiten Reihe", aber auch auf dem Heimatmarkt Europa fasse Deutschland wieder Fuß, erklärte Treier.

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