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Preissprung bei Lebensmitteln: So stark fühlen die Deutschen die Inflation


Steigende Preise  

So stark fühlen die Deutschen die Inflation

20.08.2013, 09:56 Uhr | rtr

Preissprung bei Lebensmitteln: So stark fühlen die Deutschen die Inflation . Preissprung bei Butter und Kartoffeln: Teure Lebensmittel treiben gefühlte Inflation hoch (Quelle: dpa)

Preissprung bei Butter und Kartoffeln: Teure Lebensmittel treiben gefühlte Inflation hoch (Quelle: dpa)

Ob Wurst, Gemüse oder Obst: Für Lebensmittel müssen Verbraucher deutlich tiefer in die Taschen greifen als vor einem Jahr. Doch die gefühlte Inflation ist noch viel höher. Nach Berechnungen der Großbank UniCredit lag die gefühlte Teuerung im Juli auf dem Jahreshoch von 2,9 Prozent, während der vom Statistischen Bundesamt berechnete offizielle Wert nur 1,9 Prozent beträgt.

"Treiber sind die höheren Lebensmittelpreise", sagte der Deutschland-Chefvolkswirt von UniCredit, Andreas Rees. Dadurch liege die gefühlte Inflation über ihrem langjährigen Mittel von 2,5 Prozent.

Kaufhäufigkeit ausschlaggebend

Im Unterschied zum Statistikamt gewichten die UniCredit-Ökonomen die untersuchten Waren nach ihrer Kaufhäufigkeit. "Da Obst, Gemüse und andere Nahrungsmittel regelmäßig gekauft werden, fallen den Verbrauchern die Preiserhöhungen hier besonders stark auf", sagte Rees. Preissenkungen bei langlebigen Gütern wie Computern werden dagegen weniger beachtet, da diese Waren nur selten gekauft werden.

Nahrungsmittel kosteten im Juli nach der offiziellen Statistik durchschnittlich 5,7 Prozent mehr als vor zwölf Monaten. Das ist der kräftigste Anstieg seit fast fünf Jahren. Paprika verteuerte sich um 48 Prozent, Kartoffeln um 44 Prozent und Butter um 31 Prozent. Verantwortlich dafür sind Missernten nach den Wetterkapriolen der vergangenen Monate, aber auch eine wachsende Nachfrage in vielen Schwellenländern.

Kaufkraft steigt

Ökonomen halten die höhere Inflationsrate allerdings nicht für besorgniserregend. "Da die Löhne um etwa drei Prozent zulegen und die Inflation um weniger als zwei Prozent steigt, erhöht sich die Kaufkraft der Deutschen", sagte Berenberg-Bank-Ökonom Christian Schulz. Das ist ein Grund dafür, weshalb die Kauflaune der Deutschen derzeit so gut ist wie seit über sechs Jahren nicht mehr.

Zudem rechnen viele Experten mit einer nachlassenden Teuerung. "Im Herbst dürfte die Inflationsrate nur noch knapp über einem Prozent liegen", sagte UniCredit-Ökonom Alexander Koch. "Wegen der weltweiten Konjunkturabkühlung sind viele Rohstoffe billiger geworden, weshalb die Einkaufspreise der Unternehmen bereits gesunken sind." Für 2013 insgesamt erwartet Koch eine durchschnittliche Teuerung von rund 1,5 Prozent.

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