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Gold und Silber: Ein glänzendes Comeback

Für t-online.de von DER AKTIONÄR

Edelmetalle  

Gold und Silber: Ein glänzendes Comeback

20.08.2013, 16:29 Uhr | Der Aktionär

Gold und Silber: Ein glänzendes Comeback. Gold und Silber gewinnen für Anleger wieder an Attraktivität (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gold und Silber gewinnen für Anleger wieder an Attraktivität (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nach einer langen Durststrecke steigen die Preise für Edelmetalle wieder. Die Erholung bei Gold und Silber dürfte anhalten und Anlegern gute Renditechancen eröffnen.

Wäre Gold eine Frau, sie hätte ein gebrochenes Herz. Selbst John Paulson, jahrelang der glühendste Verehrer des Edelmetalls, hat sich abgewendet. Die Nerven des Hedge-Fonds-Managers liegen nach dem Crash blank. Im Juli hat er massiv Gold verkauft. Und dabei hatte er noch wenige Wochen vorher ewige Treue geschworen.

Neuer Verehrer

Es könnte sich aber schon eine neue Liebe anbahnen. Marc Faber, besser bekannt als Crash-Prophet "Dr. Doom", hat ein Auge auf Gold und Gold-Aktien geworfen. In einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC sagte er: "Es gibt einen Sektor, der für Investoren, die bei niedrigen Kursen kaufen und bei hohen verkaufen wollen, interessant ist. Und das ist der Goldminensektor."

Gold sei im Vergleich zu anderen Assetklassen und dem Aktienmarkt relativ billig. Außerdem sei die Stimmung in der Branche am Boden. Hierin sieht der Schweizer eine Einstiegschance nach dem Contrarian-Ansatz.

Guter Kontraindikator

"Wenn alle in eine Richtung laufen, ist es sinnvoll, die eigene Position zu überdenken und eventuell in die andere zu gehen", stimmt Gold-Experte Eugen Weinberg von der Commerzbank ein. "Dass die schlechte Stimmung ein guter Kontraindikator ist, sagen wir schon seit Monaten." Ein gutes Zeichen sei ferner, dass der Goldpreis zuletzt gestiegen ist, obwohl China, Europa und die USA gute Konjunkturdaten präsentiert haben und die Inflation auf einem niedrigen Niveau verharrt. Diese für Gold negativen Faktoren seien nach seiner Überzeugung im Kurs schon berücksichtigt.

Der Grund für einen steigenden Goldpreis sei der gleiche wie vor fünf Jahren. "Es ist der Sicherheitsgedanke", so Weinberg. Wer sich wie er gegen geopolitische, finanzpolitische oder inflationäre Risiken absichern wolle, müsse jetzt Gold kaufen.

Kein Ende des billigen Geldes

Weinberg fürchtet auch, dass die Zentralbanken von ihrer Politik des billigen Geldes nicht abrücken können. "Die Regierungen werden in der Abwertung der eigenen Währung ein Allheilmittel sehen", erklärt der Experte. Zudem seien die Risiken für das Finanzsystem relativ hoch, sodass Gold weiter steigen sollte.

Zweite Chance bei Barrick Gold

Als Alternative zum reinen Gold-Investment bietet sich Barrick Gold als Spekulationsobjekt an. Die Aktie des weltgrößten Goldproduzenten ist trotz der jüngsten Erholung immer noch günstig bewertet. So beziffert sich das KGV für 2014 auf acht und das Verhältnis von Börsenwert zu Buchwert auf 1,0.

Den Optionsschein von HSBC Trinkaus hatte "Der Aktionär" schon einmal empfohlen, den Einstiegszeitpunkt aber zu früh angesetzt. Vieles spricht aber dafür, dass Anleger die zweite Chance nutzen sollten.

Wer das Einzelaktienrisiko scheut, hat die Möglichkeit in den NYSE Arca Gold BUGS Index zu investieren. Dieser deckt alle Branchengrößen der Welt auf einen Schlag ab. Goldman Sachs hat dazu das passende Open-End-Produkt im Programm.

Silber bald ein Anlagemetall?

Silber hat laut Weinberg noch den industriellen Charakter, es sei kein reines Anlagemetall. Er könne sich aber vorstellen, dass sich dies in den nächsten Jahren ändern werde. "Was wir in den letzten Tagen gesehen haben, ist auch einmalig", sagt er. "Allein in der zurückliegenden Woche sind für 600 Tonnen Silber-ETFs gekauft worden." Das Volumen sei auf einen neuen Rekordstand gestiegen. Die Kauflust der Investoren könne den Rückgang der industriellen Nachfrage einigermaßen kompensieren, und deshalb lege auch der Preis zu. Auf lange Sicht sieht Weinberg den Silberkurs steigen, und das überproportional zu Gold.

In Erwartung höherer Preise hat "Der Aktionär" den Silber-Turbo von der Société Générale in sein Derivate-Musterdepot aufgenommen.

Glänzende Investmentideen

Nach den starken Verlusten im ersten Halbjahr sind die Aussichten für Gold und Silber wieder glänzend. Die beiden Knock-out-Produkte sind aber nur für mutige Anleger geeignet. Eine Spur sicherer ist das Indexzertifikat.

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