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"Vogue", "Glamour" und "Vanity Fair": Amazon steigt in den Vertrieb von Zeitschriften ein.

Kooperation  

"Vogue", "Glamour" und "Vanity Fair": Amazon macht in Zeitschriften

20.08.2013, 20:12 Uhr | rtr

"Vogue", "Glamour" und "Vanity Fair": Amazon steigt in den Vertrieb von Zeitschriften ein.. Onlinehändler Amazon wird in Zukunft auch Modezeitschriften vertreiben (Quelle: imago/papsch)

Onlinehändler Amazon wird in Zukunft auch Modezeitschriften vertreiben (Quelle: imago/papsch)

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon steigt in den Vertrieb von Zeitschriften ein. Der Konzern arbeitet künftig exklusiv mit dem amerikanischen "Vogue"-Verlag Conde Nast zusammen. Amazon werde die Print- und Online-Abonnements für das bekannte Mode-Magazin und Titel wie "Wired", "Glamour" und "Vanity Fair" anbieten, teilte Conde-Nast-Präsident Bob Sauerberg mit. Bisher hatte das US-Unternehmen solche Dienste, die zum Beispiel Rivale Apple schon seit Jahren offeriert, noch nicht im Angebot. Beide Seiten sollen von der Kooperation profitieren.

Zugang zu mehr als 200 Millionen Kunden

Für Conde Nast bedeutet die neue Partnerschaft direkten Zugang zu Amazons mehr als 200 Millionen Kunden weltweit. Bisher wickelte der Verlag sein Abo-Geschäft überwiegend über Werbepost und Werbung in Magazinen ab.

Weg vom reinen Print-Angebot

Der Verlag kann seine Magazine weiterhin auch über andere Kanäle anbieten. Die digitalen Abos sind also nicht nur über Amazons Kindle Fire, sondern auch über Googles Betriebssystem Android und Apples iPad abrufbar. Sauerberg sagte: "Wir wollen uns vom reinen Verkauf der Print-Abos zum Verkauf des Zugangs zu allen unseren Inhalten bewegen."

Gelockt werden sollen die Kunden mit einem Einführungspreis von sechs Dollar oder weniger für ein Sechs-Monats-Abo. Laufe es gut, dann würde im Zuge des Jahres weitere Titel wie "The New Yorker" folgen.

Der Schlüssel für zukünftigen Erfolg

Bisher vertreibt Conde Nast im Schnitt 18,5 Millionen Magazine, davon lediglich vier Prozent digital. Die Ausweitung der digitalen Abonnements gilt als Schlüssel für den künftigen Erfolg der Printverlage. Immer mehr Kunden entscheiden sich dafür, über ihre Smartphones und Tablets zu lesen. Auch in der Werbung ist dieser Trend längst angekommen, die Wirtschaft steckt immer mehr Geld in Online-Anzeigen.

Amazon-Gründer kauft "Washington Post"

Amazon-Gründer Jeff Bezos hatte mit dem Kauf der traditionsreichen "Washington Post" erst kürzlich weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Zu einer möglichen Kooperation mit der Zeitung wollte sich Amazon nicht äußern.

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