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Neues Werk: VW will in Chinas Unruheregion ein Zeichen setzen


Neues Werk in Westchina  

VW will in der Unruheregion Xinjiang ein Zeichen setzen

27.08.2013, 09:38 Uhr | dpa

Neues Werk: VW will in Chinas Unruheregion ein Zeichen setzen. Der VW Santana ist, im Gegensatz zu Deutschland, in China ein absoluter Verkaufsschlager (Quelle: dpa)

Der VW Santana ist, im Gegensatz zu Deutschland, in China ein absoluter Verkaufsschlager (Quelle: dpa)

Chinas Westprovinz Xinjiang gilt seit langem als Unruheregion. Volkswagen geht voran und baut dort ein erstes Werk, spricht aber von Herausforderungen. Der Zeitplan soll jedoch nicht stocken.

Der deutsche Autobauer Volkswagen hat "viele Herausforderungen" beim Bau eines neuen Werkes in der westchinesischen Wüstenprovinz Xinjiang eingeräumt. "Es ist keine Frage, dass wir dort Aufbauarbeit leisten", sagte ein VW-Sprecher über die Fabrik in der Stadt Ürümqi. Als erstem Pkw-Bauer in der Region käme VW eine Pionierrolle zu.

Alle Bevölkerungsgruppen sollen Jobs bekommen

Das Werk werde aber wie geplant in der zweiten Jahreshälfte 2013 eröffnet. Das Unternehmen habe sich zum Ziel gesetzt, alle Bevölkerungsgruppen der Provinz zu beschäftigen. "Damit wollen wir ein Zeichen setzen." Dafür müsse etwa Personal der muslimischen Minderheit der Uiguren noch geschult werden.

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"Wenn man irgendwo als erster produziert, muss man sich vielen Herausforderungen stellen", sagte der Sprecher. Bislang seien das Presswerk und die Lackiererei noch nicht fertig. Die Provinzregierung kümmere sich um die Logistik. VW habe auch in anderen Regionen Chinas eine Vorreiterrolle übernommen, und in wenigen Jahren werde auch niemand mehr an dem Werk in Westchina zweifeln. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) hatte berichtet, VW habe Schwierigkeiten in Xinjiang offenbar unterschätzt und auf Probleme bei Lieferanten, Personal und Logistik verwiesen.

Blutiger Kampf gegen die Zentralregierung in China

Chinas Regierung ruft seit einigen Jahren chinesische und ausländische Firmen auf, sich stärker im Westen des Landes zu engagieren. Das von der muslimischen Minderheit der Uiguren bewohnte Xinjiang gilt seit langem als Unruhegebiet. In den vergangenen Monaten gab es wieder blutige Zwischenfälle. Die chinesische Regierung wirft uigurischen Gruppen separatistische Bestrebungen und Terrorakte vor. Das Turkvolk fühlt sich durch die chinesische Fremdherrschaft politisch, religiös und auch wirtschaftlich unterdrückt.

Für europäische Firmen in China werden die entlegeneren Regionen des Landes jedoch immer attraktiver. Seit der Wohlstandsgürtel an der Küste zunehmend gesättigt scheint und dort auch die Löhne steigen, suchen Autobauer und andere Unternehmen im Westen neue Produktionsstandorte und Märkte - insbesondere in den sogenannten Millionenstädten der "zweiten Ebene". Volkswagen-Werke in Chengdu im Südwesten und Changsha in Zentralchina sind dafür Beispiele.

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