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Banken-Kontrolle: 18 deutsche Institute kommen wohl unter EZB-Aufsicht


Fitch-Studie  

18 deutsche Institute kommen unter EZB-Aufsicht

06.09.2013, 09:29 Uhr | rtr, t-online.de

Banken-Kontrolle: 18 deutsche Institute kommen wohl unter EZB-Aufsicht. Blick auf Banken in Frankfurt (Quelle: Reuters)

Blick auf Banken in Frankfurt (Quelle: Reuters)

Nach Berechnungen der Ratingagentur Fitch wird die Europäische Zentralbank (EZB) im nächsten Jahr 70 Prozent des deutschen Bankensystems unter ihre Aufsicht bekommen. Deutschland wäre damit das Land in Europa mit den meisten von der EZB beaufsichtigten Banken.

18 deutsche Institute und fünf Töchter ausländischer Großbanken lägen über der Schwelle einer von 30 Milliarden Euro Bilanzsumme, oberhalb der die EZB im Herbst 2014 die deutsche Finanzaufsicht BaFin als primären Aufseher ablösen soll, heißt es in einer Studie der Agentur. Damit blieben 40 Prozent des Privatkundengeschäfts Sache der BaFin. Es sei nicht zu erwarten, dass die deutschen Sparkassen in der "Bankenunion" als ein Großkonzern angesehen würden, geschweige denn als ein Konglomerat zusammen mit den Landesbanken, erklärte Fitch. Gleiches gelte für die Volks- und Raiffeisenbanken.

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Insgesamt 130 Banken sollen überwacht werden

Die EZB hätte der Studie zufolge Einblick in deutsche Institute mit einer Bilanzsumme von 5,56 Billionen Euro. Größer ist der Umgriff der EZB nur in Frankreich, wo die zehn größten Banken auf eine Bilanzsummen von 7,8 Billionen Euro kommen. Damit beaufsichtigt die EZB dort mehr als 90 Prozent des Bankensystems. Noch größer ist die Konzentration nur in Irland und Belgien, hinter Deutschland liegen nur Slowenien, Italien, Malta und Lettland. Insgesamt sollen rund 130 Banken künftig von der EZB überwacht werden, um eine einheitliche Aufsicht in der Eurozone zu erreichen.

Unter der Aufsicht der EZB stehen nach der Studie künftig die Deutsche Bank und die Commerzbank, die genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ Bank und WGZ Bank sowie die sechs großen Landesbanken. Dazu kommen der Fondsdienstleister Dekabank, die Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate, Aareal Bank, Münchener Hyp und Wüstenrot, die Hamburger Sparkasse, der Autofinanzierer Volkswagen Bank und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank). Indirekt - über ihre Mütter - unterstehen der EZB auch die HypoVereinsbank, die Direktbank ING-DiBa, die Dexia Kommunalbank, die Santander Consumer Bank und die deutsche SEB-Tochter. Die IKB dagegen liege schon unter der 30-Milliarden-Grenze.

Aus Österreich erwarten die Fitch-Experten acht Banken, die zur EZB wandern: Die Erste Bank, die Raiffeisen Zentralbank, die Bawag-PSK, die Volksbanken-Gruppe, die Hypo Alpe Adria sowie die Raiffeisenlandesbanken aus Ober- und Niederösterreich. Als UniCredit-Tochter ist zudem die Bank Austria mit von der Partie.

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