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China sichert sich wirtschaftliche Kooperationen in Venezuela


Milliarden-Geschäft  

China sichert sich wirtschaftliche Kooperationen in Venezuela

23.09.2013, 09:45 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

China sichert sich wirtschaftliche Kooperationen in Venezuela . Nicolás Maduro und Xi Jinping (re.): Chinas Milliarden helfen dem klammen Venezuela  (Quelle: AP/dpa)

Maduro und Xi Jinping (re.): Chinas Milliarden helfen dem klammen Venezuela (Quelle: AP/dpa)

China sichert sich mehrere Milliarden-Projekte und baut seinen wirtschaftlichen Einfluss in Venezuela aus. Wie chinesische Staatsmedien vom Besuch des neuen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in Peking berichteten, geht es um Kooperationen bei der Ölversorgung, bei der Förderung von Bodenschätzen, beim Straßenbau sowie in der Landwirtschaft und Bildung. Chinesische Banken sagten dafür Großkredite zu.

Bei einem Treffen mit Maduro am Sonntag hatte ihm Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping gedankt, dass er die chinafreundliche Politik seines verstorbenen Vorgängers Hugo Chávez fortsetzen wolle. Nun vertiefen die beiden sozialistischen Länder ihre Zusammenarbeit.

Milliarden-Kredite von Chinas Banken

Chinas Entwicklungsbank räumte dem ölreichen Venezuela einen Kreditrahmen von fünf Milliarden US-Dollar ein, wie die "China Daily" berichtete. Die Volksrepublik ist der größte Gläubiger des südamerikanischen Landes, dessen Auslandsschulden zwischen 2006 und 2013 um 240 Prozent gestiegen sind.

Über den Milliardenkredit hinaus schloss der Ölriese Petroleo de Venezuela SA eine Vereinbarung mit der China Petrochemical Corporation (Sinopec) über Schweröl-Vorhaben im Orinoco-Gürtel in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar. Ferner gibt die chinesische Export-Import-Bank Venezuelas Petrochemie-Konzern Pequiven einen Kredit über 390 Millionen US-Dollar für den Bau eines Hafens.

Venezuela sicherte sich auch finanzielle Unterstützung durch chinesische Banken bei Bergbau-Projekten, wie die "China Daily" weiter berichtete. Mit der chinesischen CITIC Gruppe gab es zudem eine Vereinbarung über Goldgrubenprojekte in den Las Cristinas-Lagerstätten des lateinamerikanischen Landes.

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Ureinwohner befürchten rücksichtslose Ausbeutung von Rohstoffen

Allerdings wächst in Venezuela auch der Widerstand gegen die wachsende Präsenz chinesischer Firmen im Land. Die Ureinwohner des Landes wehren sich vor allem gegen den Plan, Venezuelas gesamte Bodenschätze von chinesischen Geologen kartieren zu lassen. Es wird eine rücksichtslose Ausbeutung der Rohstoffe befürchtet, ohne dass die Indios davon profitieren.

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