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Japaner kaufen Armaturenhersteller Grohe


Milliarden-Übernahme  

Japaner kaufen Armaturenhersteller Grohe

26.09.2013, 11:39 Uhr | dpa-AFX , rtr , dpa

Japaner kaufen Armaturenhersteller Grohe. Grohe-Zentrale in Düsseldorf: Der neue Besitzer kommt aus Japan (Quelle: dpa)

Grohe-Zentrale in Düsseldorf: Der neue Besitzer kommt aus Japan (Quelle: dpa)

Der Badarmaturen-Hersteller Grohe wird nach Japan verkauft. Der Lixil-Konzern übernimmt bei dem deutschen Unternehmen gemeinsam mit der Development Bank of Japan 87,5 Prozent der Anteile. Das teilte Grohe in Düsseldorf mit. Der Wert der Beteiligung liegt bei 2,7 Milliarden Euro.

Es sei die größte jemals getätigte Investition eines japanischen Unternehmens in Deutschland, berichtete Grohe. Sie werde voraussichtlich im ersten Quartal 2014 abgeschlossen. Beide Firmen kommen im Sanitärgeschäft zusammen auf einen Jahresumsatz von mehr als vier Milliarden Euro. "Damit entsteht das größte Unternehmen der Branche", so Grohe. Verkäufer des deutschen Armaturenherstellers sind die Finanzinvestoren TPG und DLJ Merchant Banking Partners.

Grohe soll eigenständig bleiben

Die Grohe-Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 9000 Mitarbeiter, 2300 davon an drei deutschen Produktionsstandorten. Insgesamt hat die Grohe-Gruppe 2012 einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro erzielt.

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Grohe und die Lixil-Tochter Joyou sollen innerhalb des japanischen Konzerns eigenständig bleiben. Auch die Grohe-Unternehmensleitung bleibe unverändert, hieß es. Firmenchef David Haines habe einen neuen Vertrag mit einer fünfjährigen Laufzeit unterzeichnet. Mit dem Deal ist ein Börsengang von Grohe vom Tisch.

Grohe war Ausgangspunkt der "Heuschrecken"-Debatte

Verkäufer des deutschen Armaturenherstellers sind die Finanzinvestoren TPG und DLJ Merchant Banking Partners, die nach neun Jahren Kasse machen. Sie hatten das Unternehmen 2004 für 1,5 Milliarden Euro erworben. Die von ihnen eingeleiteten Umstrukturierungsmaßnahmen bei Grohe, die unter anderem den Abbau von mehr als 1000 Arbeitsplätzen in Deutschland zur Folge hatten, waren damals ein Auslöser für die "Heuschrecken"-Debatte über die Rolle von Finanzinvestoren in der deutschen Wirtschaft.

Heute gilt der Fall Grohe allerdings vielen als Musterbeispiel für einen gelungen Konzernumbau, hat der Konzern doch seinen Umsatz und seine internationale Marktposition in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut.

Wer ist der neue Besitzer?

Lixil ist laut Grohe das größte Wohnbau- und Baustoffunternehmen Japans. Der Konzern produziert Fensterrahmen und Türen ebenso wie Sanitärausstattung, betreibt Baumärkte und ein Netz von Wohnbauunternehmen. Zuletzt erzielte er einen Konzernumsatz von knapp 11 Milliarden Euro.

Neben den neuen japanischen Eigentümern bleiben bei Grohe die Gründer der chinesischen-Tochter Joyou als Minderheitsaktionäre an Bord. Sie halten weiterhin 12,5 Prozent der Grohe-Anteile.

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