Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Transportflugzeug Airbus A400M wird erstmals ausgeliefert


Feierliche Übergabe  

Transportflugzeug Airbus A400M wird erstmals ausgeliefert

30.09.2013, 14:37 Uhr | dpa-AFX, rtr, dpa

. Der Transporter Airbus A400M (Quelle: dpa)

Der Transporter Airbus A400M (Quelle: dpa)

Militärvertreter aus Deutschland und anderen Nato-Staaten haben im spanischen Sevilla den Auslieferungsstart für das neue europäische Transportflugzeug Airbus A400M gefeiert. Nach der Übergabe der ersten Maschine an die französischen Streitkräfte soll die Bundeswehr im Herbst kommenden Jahres ihr erstes Modell erhalten. Die Produktion werde nun Stück für Stück hochgefahren, teilte Airbus Military zu der Zeremonie mit. Die deutschen Streitkräfte wollen insgesamt 40 der Flugzeuge in Dienst stellen. Die A400M soll vor allem das in die Jahre gekommene Transportflugzeug Transall C-160 ablösen.

Heftiger Streit um Finanzierung

Die A400M gilt als eines der wichtigsten Rüstungsprojekte Europas. Um die Finanzierung des Flugzeugprogramms hatte es allerdings lange heftigen Streit gegeben. Missmanagement und technische Probleme führten zu einer jahrelangen Verspätung und zu Milliarden-Mehrkosten. Aus diesen Erfahrungen gelte es für die Zukunft zu lernen, sagte der Chef des Airbus-Mutterkonzerns EADS, Thomas Enders.

Das 20 Milliarden Euro schwere Rüstungsprojekt wurde in den 1980er-Jahren ins Leben gerufen. Mit dem Truppen- und Cargo-Jet sollen Engpässe in mehreren europäischen Ländern ausgeglichen werden, darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Das Budget wurde allerdings um mehr als fünf Milliarden Euro überschritten.

Europas Politiker und die Hersteller müssten sich bei künftigen Projekten realistischere Zeit- und Finanzvorgaben setzen, sagte der EADS-Chef .

Frankreich sieht großes Potenzial

Der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian glaubt jedenfalls an die Maschine. "Ich kann keine Zahl nennen, aber es gibt ein riesiges Export-Potenzial", sagte Le Drian. Aber auch Enders rechnet damit, mit dem Modell letzten Endes Geld zu verdienen. Neben den 174 Maschinen, die europäische Staaten, die Türkei und Malaysia geordert haben, gebe es Chancen auf 300 bis 400 weitere Bestellungen in den kommenden Jahren. Welche Länder als Auftraggeber infrage kommen, sagte er nicht.

Viele Aufträge für Airbus

Auch der Verkehrssektor hält gute Nachrichten bereit: Airbus steuert dank der Auftragsflut in den ersten neun Monaten auf noch mehr Bestellungen zu als bislang erwartet. Das Unternehmen erwarte 2013 nun Aufträge für "weit über" 1000 Flugzeuge, sagte der Chef des Mutterkonzerns EADS dem Fernsehsender Bloomberg TV.

Erst im Juli hatte Airbus das Ziel von 800 auf mehr als 1000 Maschinen angehoben. Schon bis Ende August waren davon 942 erreicht. Im Verkehrsflugzeugmarkt seien die Aussichten weiterhin gut, sagte Enders.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal