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Loewe ist insolvent: TV-Geräte-Hersteller steht vor dem Aus


TV-Gerätehersteller  

Traditionsunternehmen Loewe meldet Insolvenz an

01.10.2013, 14:29 Uhr | dpa-AFX, rtr

Loewe ist insolvent: TV-Geräte-Hersteller steht vor dem Aus. Der TV-Hersteller Loewe kämpft ums Überleben (Quelle: dpa)

Der TV-Hersteller Loewe kämpft ums Überleben (Quelle: dpa)

Schon wieder steht ein deutsches Traditionsunternehmen vor dem Aus: Der Fernseher-Hersteller Loewe meldet Insolvenz an. Das Unternehmen werde am Dienstag Antrag auf Planinsolvenz beim Amtsgericht Coburg stellen, sagte Unternehmenschef Matthias Harsch.

Angebote von Investoren

"Wir haben sechs Angebote von Investoren, über die wir in den kommenden vier Wochen entscheiden", sagte der Loewe-Chef. "Es gibt eine extrem hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir bis Ende Oktober einen neuen Investor haben werden", sagte Harsch. Das operative Geschäft sei derzeit bis etwa Jahresende finanziert. "Ohne Investor ist es natürlich aus."

Preisverfall belastet Konzern

Loewe hat sich auf Premium-Geräte im Bereich TV und Audio spezialisiert und leidet enorm unter dem harten Preiskampf in der Branche. Der Umsatz fiel binnen fünf Jahren von 374 auf 250 Millionen Euro. Im vergangen Jahr schrieb Loewe einen Verlust vor Zinsen und Steuern von knapp 30 Millionen Euro, weil sich die vergleichsweise teuren Geräte nicht an die Kunden bringen ließen. Die Zahl der Mitarbeiter wurde in mehreren Streichrunden bereits stark gesenkt. Derzeit beschäftigt Loewe noch rund 650 Menschen.

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Insolvenz in Eigenverwaltung

Seit Mitte Juli steht Loewe wegen der anhaltenden Verluste unter gerichtlichem Gläubigerschutz. Der Schutzschirm, der eine Sanierung in Eigenregie erlaubt, konnte laut Gesetz aber maximal drei Monate aufrechterhalten werden. Da die Gesellschaft bisher kein frisches Kapital auftreiben konnte, musste Insolvenzantrag gestellt werden.

Das Amtsgericht Coburg stimmte einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zu. Dadurch kann das Management an Bord bleiben und muss die Geschäfte nicht an einen Insolvenzverwalter abgeben. Vorstandschef Harsch hat nun bis Monatsende Zeit, einen Käufer für Loewe zu präsentieren. Gelingt dies nicht, wird das Unternehmen zerschlagen.

Die IG Metall bemüht sich seit Monaten um eine soziale Abfederung der Beschäftigten mit Hilfe einer Transfergesellschaft. Für die Region Oberfranken, die nicht zu den bayerischen Boom-Regionen gehört, wäre der Verlust von Hunderten Arbeitsplätzen ein herber Schlag.

Aktie stürzt ab

An der Börse wurde die Nachricht mit Schrecken aufgenommen. Der Kurs der Loewe-Aktie stürzte nach den Neuigkeiten um annähernd 45 Prozent in die Tiefe

Weitere Wirtschafts- und Finanzmeldungen finden Sie unter www.t-online.de/wirtschaft.

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