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Praktiker-Tochter Max Bahr: Angebote noch nicht ausreichend


Das Zittern geht weiter  

Angebote für Max Bahr brauchen Nachbesserung

05.10.2013, 16:56 Uhr | rtr , t-online.de

Praktiker-Tochter Max Bahr: Angebote noch nicht ausreichend. Die Job-Zukunft der Max-Bahr-Mitarbeiter steht weiter auf der Kippe (Quelle: dpa)

Die Job-Zukunft der Max-Bahr-Mitarbeiter steht weiter auf der Kippe (Quelle: dpa)

Für die fast 7000 Beschäftigten der insolventen Baumarktkette Max Bahr geht das Zittern weiter. Zwar haben der Konkurrent Hellweg und die Supermarktkette Globus Angebote für die Tochter der Praktiker-Kette abgegeben. Beide Offerten haben aber jeweils noch einen entscheidenden Haken. Und ein dritter Interessent, auf den die Insolvenzverwalter gehofft hatten, fand sich leider nicht.

Hellweg wie auch Globus müssten ihre in dieser Woche abgegebenen Angebote für rund 120 Max-Bahr-Märkte noch nachbessern, sagten zwei in die Gespräche eingebundene Personen. Die Zeit läuft offenbar Ende Oktober ab. "Bis dahin muss klar, ob und wie es weitergeht", sagte einer der Insider.

Globus pocht auf drastische Miet-Senkung

Hellweg und Globus stehen vor unterschiedlichen Problemen: Die Dortmunder Baumarktkette Hellweg verhandelte den Kreisen zufolge am Wochenende noch mit einer Bank über die Finanzierung ihrer Offerte, die deutlich über dem Angebot von Globus liege. "Hinter der Finanzierung steht ein großes Fragezeichen", sagte einer der Insider. Globus poche auf eine drastische Senkung der Mieten für 66 Max-Bahr-Märkte, die der Royal Bank of Scotland (RBS) als Hauptgläubiger des insolventen Immobilienfonds Moor Park gehören. Die RBS sei aber bisher nicht zu Zugeständnissen bereit.

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Die Insolvenzverwalter hätten die saarländische Globus zudem aufgefordert, die Offerte finanziell nachzubessern. Sie liege noch unter dem Zerschlagungswert, also der Summe, auf die die Gläubiger bei der Abwicklung aller Baumärkte durch den Verkauf des Warenbestandes hoffen dürften.

Hellweg und Globus wollen rund 120 Märkte übernehmen

Hellweg und Globus sind den Informationen zufolge bereit, alle 74 angestammten Max-Bahr-Baumärkte sowie rund 30 der 50 ehemaligen Praktiker-Märkte zu übernehmen, die noch vor der Insolvenz auf die Marke "Max Bahr" umgestellt worden waren. Dazu kämen jeweils rund 15 Praktiker-Märkte, die sie auf die eigenen Marken umstellen wollten.

Können Hellweg und Globus die Hürden nicht überwinden, müsse Max Bahr abgewickelt werden. "Eine andere Alternative gibt es nicht", sagte einer der Verhandlungsteilnehmer. In diesem Fall stünde der Investor Gordon Brothers Verhandlungskreisen zufolge bereit, das Max-Bahr-Warenlager im Wert von rund 250 Millionen Euro mit Abschlägen von bis zu 30 Prozent zu übernehmen. Für die Gläubiger in den Baumärkten der Max-Bahr-Schwestergesellschaft Praktiker läuft der Ausverkauf unter der Ägide von Gordon Brothers schon auf Hochtouren.

Insolvenzverwalter will sich nicht äußern

Ein Sprecher der Insolvenzverwalter wollte sich am Samstag nicht zu den Informationen äußern. Er hatte am Freitag nur bestätigt, dass verbindliche Angebote für Max Bahr eingegangen seien, ohne eine Zahl zu nennen. Hellweg und Globus hatten sich zu ihren Offerten bekannt. Branchenkonkurrenten wie Hornbach, Obi oder Kingfisher haben nur Interesse an einzelnen Standorten geäußert.

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