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Post erprobt kleine Packstation für Häuser


Bestellboom im Internet  

Post erprobt kleine Packstation für Häuser

06.10.2013, 09:57 Uhr | dpa, t-online.de

Post erprobt kleine Packstation für Häuser. Die Post stellt sich auf weiter steigende Paket-Mengen ein (Quelle: dpa)

Die Post stellt sich auf weiter steigende Paket-Mengen ein (Quelle: dpa)

Die Deutsche Post will künftig noch mehr von der Paketflut durch Bestellungen im Internet profitieren. Deshalb sollen mehr Packstationen aufgestellt werden, bei denen die Kunden ihre Pakete und Päckchen Tag und Nacht abholen können. "Zugleich testen wir in Bonn die Paketbox - das ist so etwas wie eine kleine Packstation für jedes Haus, ein sicherer Briefkasten für Pakete", sagte Post-Finanzvorstand Lawrence Rosen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS).

Wenn das Pilotprojekt erfolgreich sei, könnte die Post dies bundesweit einführen. Außerdem suche das Unternehmen bis Ende nächsten Jahres 20.000 weitere Einzelhandelsgeschäfte, Bäcker und Tankstellen, die Pakete annehmen sollen. "Das läuft sehr gut an." Rosen zufolge hat die Post in den Jahren 2010 und 2011 jeweils zehn Prozent mehr Pakete transportiert als in den Jahren zuvor. Bis 2020 rechnet das Unternehmen mit jährlich fünf bis sieben Prozent Marktwachstum.

Zustellung der Pakete verbesserungsbedürftig

Die Paketzustellungen der Post und anderer Dienstleister stoßen bei Kunden häufig auf Kritik. So klingeln die Zusteller ungerührt etwa um 10.00 Uhr morgens, wenn außer Rentnern und Hausfrauen praktisch niemand daheim ist. Zeitfenster für die Belieferung, die sich die Empfänger aussuchen können, sind die Ausnahme.

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Viele Kunden schwören außerdem, dass Sie eine Benachrichtigungskarte im Briefkasten vorfanden, obwohl sie zuhause waren. Mit dieser Masche wollen sich die Paketzusteller unnötige Wartezeiten ersparen. Manche Päckchen werden auch einfach an der Tür abgestellt oder auf den Balkon geworfen. Das passiert etwa bei solchen Lieferungen, bei denen der Kunde den Empfang nicht quittieren muss.

Die Paketzusteller experimentieren aber auch mit anderen Lösungen. So erprobt das belgische Unternehmen Cardrops in Belgien und Deutschland die Paketzustellung in den Kofferraum des eigenen Autos. Dazu muss allerdings ein rund 100 Euro teures Gerät installiert werden, wie "Auto-Bild" berichtete. Und auch der US-Dienstleister UPS will Abholstationen etwa in Tankstellen einrichten.

Weniger Briefe - keine Entscheidung über Briefporto

Während immer mehr Pakete und Päckchen auf die Reise gehen, ist die Zahl der Briefe in Deutschland dagegen weiter rückläufig, wie Rosen sagte. "Sie wird auch dieses Jahr voraussichtlich um knapp drei Prozent zurückgehen."

Zur der Frage, ob die Post zum Jahreswechsel abermals das Briefporto anheben werde, äußerte der Finanzvorstand sich zurückhaltend. "Weil die alte Formel ausläuft, müssen zunächst einmal neue Regelungen für die Preisregulierung gefunden werden. In den nächsten Wochen sollten wir hierzu Klarheit haben." Die Post hatte zum Jahresanfang zum ersten Mal seit 15 Jahren das Porto für den Standardbrief erhöht - und zwar um drei Cent.

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