Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Armut in Europa: 43 Mio. Menschen können laut IFRC Essen nicht bezahlen


Rot-Kreuz-Bericht schockiert  

43 Millionen Europäer können Essen nicht bezahlen

11.10.2013, 09:46 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Armut in Europa: 43 Mio. Menschen können laut IFRC Essen nicht bezahlen. Immer mehr Europäer sind auf Hilfe angewiesen, um nicht hungern zu müssen (Quelle: dpa)

Immer mehr Europäer sind auf Hilfe angewiesen, um nicht hungern zu müssen (Quelle: dpa)

Die Finanzkrise ist zur existenziellen Bedrohung in Europa geworden: 43 Millionen Europäer können sich nach Angaben der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) nicht genug zu essen leisten. Ohne Suppenküchen und gespendete Lebensmitteln müssten die Betroffenen hungern. 120 Millionen sind einer IFRC-Studie zufolge armutsgefährdet.

Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Stellenangebote

Wählen Sie die gewünschte Branche aus:


Erholung nur in wenigen Ländern zu spüren

"Europa ist mit der schlimmsten humanitären Krise seit sechs Jahrzehnten konfrontiert", erklärte IFRC-Generalsekretär Bekele Geleta. Ungeachtet der wirtschaftlichen Erholung in einigen wenigen Ländern Europas seien anderswo auf dem Kontinent Millionen Menschen wegen der Folgen der Finanzkrise in Armut geraten. In Deutschland lebten der Studie zufolge im Jahr 2008 15,2 Prozent der Bürger unter der Armutsgrenze, 2012 waren es 15,8 Prozent.

Zahl der Bedürftigen drastisch gestiegen

Das gehe aus Datenerhebungen von 42 Rotkreuz- und Halbmondgesellschaften hervor. Danach sei in den vergangenen drei Jahren die Zahl der Menschen, die Nahrungsmittel von den Hilfsorganisationen bekommen, in 22 Ländern Europas um 75 Prozent gestiegen.

Laut dem französischen Roten Kreuz konnten in dem Zeitraum drei Viertel der Bedürftigen ohne die Lebensmittelhilfen die Miete für ihre Wohnung nicht mehr aufbringen. Selbst in Deutschland hätten im August 2012 600.000 Menschen mit einer Beschäftigung Hilfen gebraucht, um ihre Rechnungen begleichen zu können, heißt es in der Analyse.

Italien besonders krisengebeutelt

Die Veröffentlichung der Studie war zugleich der Start einer Kampagne der IFRC unter dem Motto "Europe in Crisis - Think Differently" (auf Deutsch etwa: "Europa in der Krise - Umdenken"). Der Auftakt sei in Italien erfolgt, weil das Land mit am schlimmsten betroffen sei.

In Italien hat sich die Lage besonders dramatisch verschärft. 100.000 bis 150.000 Geschäfte und kleine Unternehmen haben nach den Angaben wegen der Krise schließen müssen, was zu einem starken Anstieg neuer Armut geführt habe. Die Folgen der Krise machten es für Helfer immer schwieriger, Spenden für Bedürftige zu bekommen, sagte der Präsident des italienischen Roten Kreuzes, Francesco Rocca.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal