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Fonds und ETFs  

Fonds muss jeder haben

15.10.2013, 10:28 Uhr | Der Aktionär

. Es ist nicht immer leicht, sich für den richtigen Fonds zu entscheiden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es ist nicht immer leicht, sich für den richtigen Fonds zu entscheiden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Manchmal ist es besser, wichtige Dinge einem Profi zu überlassen. Deswegen führt an aktiv gemanagten Fonds weiterhin kein Weg vorbei. Aber auch ETFs haben viele Vorteile.

Es gibt Privatanleger, die strotzen vor Selbstbewusstsein: "Fondsmanager? Brauche ich nicht. Ich bin Investmentprofi genug." Auf die überwiegende Mehrheit der Anleger trifft das genaue Gegenteil zu, wie eine Studie von Business Insider zeigt. Sie machen amateurhafte Fehler und lassen Rendite liegen – Jahr für Jahr. Während ein durchschnittlicher US-Aktienfonds in den vergangenen 20 Jahren 7,8 Prozent pro Jahr zugelegt hat, kommen Privatanleger auf kümmerliche 2,1 Prozent. "Aktien werden überwiegend zum falschen Zeitpunkt gekauft", erklärt Peter E. Huber, Fondsmanager bei Star-Capital.

"Das liegt daran, dass meistens prozyklisch in wirtschaftlichen Boomphasen investiert wird, wenn die Aktienmärkte bereits stark gelaufen und teuer sind. Richtig wäre es, antizyklisch in konjunkturellen Schwächephasen zu kaufen, wenn die Stimmung schlecht ist und Aktien aufgrund der negativen Erwartungshaltung unterbewertet sind." Leicht gesagt. Aber genau das ist den meisten Deutschen, und nicht nur denen, zu anstrengend. Die Lösung heißt Fonds.

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Auswahl an Top-Fonds

Auch wenn es immer wieder Berichte darüber gibt, dass viele Fondsmanager wie paralysiert am Index kleben aus Angst vor Underperformance: Es gibt viel mehr Top-Fondsmanager, als man denkt – Fondsmanager, die langfristig den Markt hinter sich lassen. Die Fonds-Redaktion des "Aktionär" hatte bislang noch nie Schwierigkeiten, ein Produkt für die Rubrik Top-Tipp Fonds zu finden.

In diesem Special beantwortet "Der Aktionär" wichtige Fragen zu aktiv gemanagten Fonds und passiven Indexfonds. Außerdem hat das Fondsressort eine Auswahl an Produkten aus den verschiedenen Assetklassen zusammengestellt: einmal für konservative Anleger und einmal für all diejenigen, die das Risiko lieben.

Was muss ich als Fondsbesitzer beachten?

Anleger sollten immer wieder die Performance der Fonds begutachten. Läuft der Fonds noch besser als der Markt? Hat er eine längere Durststrecke? Nach einem Wechsel des Fondsmanagers ist besondere Aufmerksamkeit geboten: Was taugt der Nachfolger? Sechs bis zwölf Monate Schonfrist hat der Neue verdient. Ist die Performance nicht zufriedenstellend, sollte man verkaufen.

Soll ich lieber ETFs oder aktiv gemanagte Fonds kaufen?

Wenn ein Anleger keinem Fondsmanager zutraut, besser zu sein als der Markt, sollte er ETFs kaufen. Sie bilden Indizes eins zu eins ab. Mutige Anleger können auf Hebel-ETFs setzen. Mit ihnen lassen sich diverse Indizes long und short mit Hebel 2 hebeln. So verdoppelt man die Performance.

Was hat sich bei Offenen Immobilienfonds verändert?

Offene Immobilienfonds galten als Fels in der Brandung – bis 2008. Damals, in der Finanzkrise, gab es Panikverkäufe, mehrere Offene Immobilienfonds mussten geschlossen und abgewickelt werden. Der Gesetzgeber hat reagiert. Seit diesem Jahr müssen Anleger ihre Anteile zwei Jahre halten, bevor sie sie komplett wieder zurückgeben dürfen.

Zudem muss der Kunde zwölf Monate vor der beabsichtigten Rückgabe unwiderruflich erklären, dass er die Fondsanteile zurückgeben will. Klingt hart, ist aber zum Vorteil für Anleger. Eine Flucht aus den Fonds wird es nicht mehr geben. Wer eine kurzfristige Geldanlage sucht, liegt mit Offenen Immobilienfonds falsch. Mindestens fünf Jahre sollte ein Offener Immobilienfonds gehalten werden.

Sparplan oder Einmalanzahlung – was ist besser?

Die Frage, die Anleger quält, ist: Wann soll ich einsteigen? Mit einem Sparplan hat man dieses Problem nicht. Schon ab 50 Euro monatlich können Anleger in viele Fonds einzahlen, wobei die Rate jederzeit geändert werden kann. Mit einem Sparplan investieren Anleger antizyklisch und erhalten in der Regel einen günstigeren Durchschnittspreis. Wie viel Rendite ein langfristiger Sparplan abwerfen kann, zeigt die Grafik.

Was aus 100 Euro monatlich wurde  (Quelle: Der Aktionär)Was aus 100 Euro monatlich wurde - zum Vergrößern klicken (Quelle: Der Aktionär)

Wer lieber eine Einmalzahlung möchte, sollte sich über das richtige Timing nicht den Kopf zerbrechen. Wie die Fondsgesellschaft Fidelity herausgefunden hat, kommt es vielmehr auf die Ausdauer des Anlegers an. Wäre ein Investor zum höchsten Indexstand des Jahres 1982 eingestiegen und hätte die Anlage 30 Jahre später verkauft, hätte er ein jährliches Plus von 6,4 Prozent gemacht. Wäre er zum niedrigsten Stand eingestiegen, hätte er mit sieben Prozent nicht viel mehr verdient.

Fondsdepot für Konservative

Zu den Basisinvestments bei Mischfonds zählt nach wie vor der Carmignac Patrimoine. Großmeister Edouard Carmignac und sein Team von erstklassigen Fondsmanagern und Analysten schaffen seit Jahrzehnten Mehrwert für den Anleger. Seit der Auflage 1989 hat der Carmignac Investissement 622 Prozent zugelegt, während der Vergleichsindex nur auf plus 340 Prozent kommt.

Nachdem der DAX ein Rekordhoch erklommen hat, wird der Druck auf unterinvestierte professionelle Investoren immer größer. Die Kunden wollen Renditen sehen– und die sind in Deutschland zu holen. Das weiß kaum einer besser als Tim Albrecht, Fondsmanager des DWS Deutschland. Albrecht setzt auf exportstarke Werte aus DAX und MDAX. Den deutschen Leitindex lässt er seit Jahren weit hinter sich.

Konservative Anleger sollten die Aktienquote nicht allzu hoch ansetzen. Eine gute Wahl ist ein Multi-Asset-Fonds wie der Fidelity Multi Asset Navigator. Fondsmanager Trevor Greetham kann das Depot sehr flexibel gestalten. Die Aktienquote kann null bis 75 Prozent betragen, die Anleihenquote null bis 65 Prozent. Die Performance des Fonds ist mit 26 Prozent in fünf Jahren ansehnlich.

Der Deka-Immobilien Global kommt seit Auflage 2002 auf ein Plus von 52 Prozent. Der Fonds wurde 2012 von der Agentur Scope zum vierten Mal in Folge als bester Fonds aller weltweit investierenden Offenen Immobilienfonds ausgezeichnet.

Auch Biotechnologie- und US-Aktien sind ein Investment wert. Der LM Capital Management Opportunity Fund investiert aggressiv in amerikanische Dividendentitel und hängt damit die Konkurrenz deutlich ab. Der FCP OP Medical BioHealth-Trends setzt überwiegend auf kleine und mittlere Biotech-Werte, die jede Menge Aufholpotenzial haben.

Fondsdepot für Mutige

Aktien, Aktien, Aktien – für risikobewusste Anleger ist die Marschrichtung klar. Attraktiv ist zum Beispiel der Lyxor ETF LevDAX, der die Performance vom DAX mal zwei wiedergibt. Auch die zweite Reihe hat in Deutschland langfristig reichlich Potenzial. Frank Hansen kennt sich hier bestens aus. Der von ihm gemanagte Allianz Nebenwerte Deutschland kommt seit Auflage im Jahr 1996 auf ein Plus von 514 Prozent.

Eine weitere Spekulation für Anleger, die das Risiko lieben, sind europäische Bank-Aktien. Die großen Player machen weitere Fortschritte beim Aufbau von Risikopuffern gegen neue Krisen. Viele Titel, unter anderem die Deutsche Bank, sind extrem günstig bewertet und haben Nachholpotenzial. Der Comstage ETF Stoxx Europe Banks 600 setzt auf Europas wichtigste Bankhäuser.

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