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Max Bahr sieht Licht: Hellweg soll insolventen Baumarkt übernehmen

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Chance für 3600 Mitarbeiter  

Hoffnungsschimmer für Max-Bahr-Märkte

18.10.2013, 13:31 Uhr | rtr, t-online.de, dpa-AFX

Max Bahr sieht Licht: Hellweg soll insolventen Baumarkt übernehmen. Zumindest ein Teil der Max-Bahr-Beschäftigten kann nach der Praktiker-Pleite neue Hoffnung schöpfen (Quelle: imago/Sepp Spiegl)

Zumindest ein Teil der Max-Bahr-Beschäftigten kann nach der Praktiker-Pleite neue Hoffnung schöpfen (Quelle: imago/Sepp Spiegl)

Lichtblick für die Max-Bahr-Märkte: Ein Konsortium um die Dortmunder Baumarkt-Kette Hellweg soll die Filialen des insolventen Konkurrenten übernehmen. Damit könnten bis zu 3600 der 6400 Arbeitsplätze bei Max Bahr gerettet werden.

Gläubiger stimmten für Verhandlungen

Die Gläubiger des Hamburger Unternehmens sprachen sich dafür aus, mit dem Konsortium um Hellweg und dem ehemaligen Max-Bahr-Chef Dirk Möhrle über die Übernahme von 73 Baumärkten zu verhandeln, wie deren Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder bestätigte.

Zwar gebe es noch keinen Zuschlag, doch würden mit Hellweg Schlussverhandlungen mit dem Ziel eines unterschriftsreifen Vertrags bis Ende Oktober geführt, teilte Schröder mit. Er ist für die 78 alten Bestandsmärkte des Unternehmens Max Bahr verantwortlich. Dort arbeiten rund 3600 Beschäftigte. Die Verhandlungen gingen in die Zielgerade, erklärte der Insolvenzverwalter.

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Fragezeichen hinter Kredit für Hellweg

"Dann schlägt die Stunde der Wahrheit", sagte ein Verhandlungsteilnehmer. Denn hinter der Finanzierung der Offerte stehe noch ein Fragezeichen. Hellweg verhandelt den Kreisen zufolge mit einer Gruppe von Geldgebern um die Commerzbank über einen Kredit über 60 bis 65 Millionen Euro. Als Kaufpreis seien insgesamt mehr als 100 Millionen Euro im Gespräch. Die Commerzbank erklärte, sie nehme grundsätzlich zu Kundenbeziehungen keine Stellung.

Zweitem Bieter waren Mieten zu hoch

Der zweite Bieter, die Supermarkt- und Baumarktkette Globus aus dem Saarland, hatte sich nicht mit dem Vermieter der meisten Max-Bahr-Märkte, der Royal Bank of Scotland (RBS), auf Mietkürzungen einigen können.

Noch keine Lösung gebe es hingegen für die 54 ehemaligen Praktiker-Märkte mit 2800 Beschäftigten, die seit 2012 auf die Marke Max Bahr umgeflaggt wurden. Sie sollten nach Möglichkeit gemeinsam mit den Stamm-Märkten von Max Bahr verkauft werden.

Ausverkauf beginnt

Der Insolvenzverwalter Christopher Seagon, der für diese Märkte zuständig ist, verhandelt demnach weiter mit Interessenten. Gleichzeitig werde parallel auch der Ausverkauf für diese Märkte ab Ende nächster Woche vorbereitet.

In den übrigen rund 180 ehemaligen Praktiker-Märkten sowie in sieben umgeflaggten Max-Bahr-Märkten läuft der Ausverkauf bereits seit Wochen und ist teilweise abgeschlossen. Sie sollen einzeln oder in kleineren Stückzahlen an Investoren übergeben werden.

Familienunternehmen mit Filialen auch in Österreich

Das Dortmunder Familienunternehmen Hellweg steuert 92 Filialen in Deutschland und Österreich sowie 56 Baywa-Bau&Garten-Filialen in Süddeutschland. Zur Unternehmensgruppe gehören außerdem die Gartencenter Augsburg mit sechs Standorten in Nordrhein-Westfalen.

Hellweg beschäftigt rund 4000 Mitarbeiter. Teil des Bieterkonsortiums ist auch die Hamburger Familie Möhrle. Sie hatte Max Bahr im Jahr 2007 an Praktiker verkauft. Ex-Chef Dirk Möhrle will aber zukünftig keine operativen Aufgaben in dem Unternehmen übernehmen.

Gläubiger gehen leer aus

Gläubiger der insolventen Praktiker AG, also der Konzernholding, werden ihr Geld mutmaßlich nicht wiedersehen. Aus der Insolvenzmasse seien nur noch die Verfahrenskosten gedeckt, heißt es in einer Mitteilung des Anwalts der Anleihegläubiger.

Weitere Verbindlichkeiten könnten nicht erfüllt werden. Der Anwalt gab bekannt, seine Arbeit daher vorläufig eingestellt zu haben. Die Unternehmensanleihe über 250 Millionen Euro wurde 2011 aufgelegt und sollte bis 2016 mit 5,875 Prozent verzinst werden; sie wurde aber seit Beginn der Insolvenz nicht mehr bedient. Gezeichnet wurde die Anleihe von Hedge-Fonds, institutionellen Investoren und Kleinanlegern.

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