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Chinas Wirtschaft gewinnt wieder an Fahrt: Aufschwung kehrt zurück


Aufschwung kehrt zurück  

Chinas Wirtschaft gewinnt wieder an Fahrt

18.10.2013, 11:41 Uhr | dpa-AFX, rtr, t-online.de

Chinas Wirtschaft gewinnt wieder an Fahrt: Aufschwung kehrt zurück. Von den Wachstumszahlen der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt können EU-Staaten nur träumen (Quelle: Reuters)

Von den Wachstumszahlen der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt können EU-Staaten nur träumen (Quelle: Reuters)

Positives Signal für die Weltwirtschaft: Wachstumslokomotive China hat im dritten Quartal an Schwung gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt legte zwischen Juli und September wie erwartet um 7,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum zu, teilte das Statistikamt mit. Auf Jahressicht könnte das Wachstumsplus im Land der Mitte das von der Regierung ausgegebene Ziel von 7,5 Prozent sogar noch leicht übertreffen.

Jahresprognose besser als erwartet

Für die Belebung sorgten eine stärkere Auslands- und Binnennachfrage, die die Industrieproduktion und den Einzelhandelsumsatz ankurbelten. Im Vorquartal hatte es laut den Statistikern nur zu einem Plus von 7,5 Prozent gereicht, zu Jahresbeginn waren es 7,7 Prozent. Auch die Prognose für das gesamte Jahr ist besser als erwartet: In den ersten neun Monaten legte die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt um 7,7 Prozent zu.

"Die Zeit ist noch nicht reif für China-Pessimisten", sagte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. "Einerseits wirken die staatlichen Stimulierungsmaßnahmen. Andererseits gewinnt die Weltwirtschaft derzeit neuen Schwung." Banken wie die ING und RBS rechnen für das vierte Quartal ebenfalls mit einem Wachstum von 7,8 Prozent.

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US-Etatstreit und Krise haben Export gebremst

Allerdings gibt es auch Risiken für den Exportweltmeister. Der in letzter Minute gelöste Haushaltsstreit hat den wichtigen Handelspartner USA nach Schätzungen der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) 24 Milliarden Dollar gekostet. In Europa - dem wichtigsten Kunden der Volksrepublik - bleibt die Erholung wegen der Krise in Ländern wie Italien schwach.

Bereits im September waren die chinesischen Exporte überraschend um 0,3 Prozent geschrumpft, während Ökonomen ein Plus von sechs Prozent erwartet hatten. "Das Umfeld für unsere Wirtschaft ist innen wie außen komplex und unsicher", sagte der Sprecher des Statistikamtes, Sheng Laiyun. "Dazu kommen noch strukturelle Ungleichgewichte in unserer Wirtschaft, die mit tiefgreifenden Reformen angegangen werden müssen."

Durch Schattenbanken und Schulden unter Druck

Noch stehe Chinas Wirtschaft vor grundlegenden Reformen, meinte auch Professor Sun Lijian von der Fudan Universität in Shanghai. Schattenbanken und die gewaltigen Schuldenberge der Kommunen und Provinzen seien drängende Probleme. "Die Welt kann sich nicht nur auf China stützen", sagte der Wirtschaftswissenschaftler. Nur Europa, die USA, China und Japan zusammen könnten die Weltwirtschaft treiben. "Wenn ein Land ein Problem hat, haben alle ein Problem."

Regierung stellt Wirtschaft neu auf

Nach drei Jahrzehnten eines nahezu ungebremsten Aufschwungs mit zweistelligen Wachstumsraten durch boomende Exporte und Investitionen versucht die Regierung, die Wirtschaft neu aufzustellen. Sie soll mehr vom privaten Konsum getrieben werden. Dazu sollen unrentable Betriebe nicht mehr unterstützt werden. Dafür ist die Staatsführung bereit, kurzfristig auf ein stärkeres Wachstum zu verzichten.

Die Industrieproduktion wuchs im September mit 10,1 Prozent langsamer als im Vormonat mit 10,4 Prozent. Die Einzelhändler nahmen 13,3 Prozent mehr ein, während Analysten mit 13,5 Prozent gerechnet hatten. Die Investitionen in den boomenden Immobilienmarkt legten in den ersten neun Monaten um 20,2 Prozent zu.

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