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Lenovo prüft Übernahme von BlackBerry


Chinesische Übernahme?  

PC-Hersteller Lenovo prüft Blackberry-Bücher

18.10.2013, 13:30 Uhr | dpa-AFX, rtr

Lenovo prüft Übernahme von BlackBerry. Smartphone-Hersteller BlackBerry sucht einen Investor (Quelle: Reuters)

Smartphone-Hersteller BlackBerry sucht einen Investor (Quelle: Reuters)

Der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo prüft nach einem Zeitungsbericht ein Gebot für den notleidenden Smartphone-Pionier Blackberry. Das chinesische Unternehmen habe sich Einblick in die Konzern-Bücher des der Kanadier gesichert, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen. Blackberry hatte im August erklärt, strategische Optionen zu prüfen. Ein vollständiger Verkauf sei möglich.

Ein Angebot des Unternehmers Prem Watsa liegt bereits vor. Der Konzern würde Blackberry mit seiner Gesellschaft Fairfax Financial für 4,7 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) kaufen und von der Börse nehmen. Branchenkreisen zufolge erwägen aber auch andere Firmen Angebote zu machen.

Lenovo drängt in den Smartphone-Markt

So will der Mitgründer und frühere Co-Chef Michael Lazaridis ein Übernahmeangebot auf die Beine stellen - angeblich soll auch der Finanzinvestor Cerberus interessiert sein. Rivalen aus der Technologie-Branche hatten nach Medienberichten bisher nur Interesse an Teilen von Blackberry.

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Computer-Riese Lenovo prescht derzeit aktiv ins Smartphone-Geschäft vor, die Erfahrung, die Kunden und der Patentschatz von Blackberry könnten da sicher hilfreich sein. Mehrere Lenovo-Manager hatten bisher auf direkte Nachfrage ausweichend gesagt, das Unternehmen sehe sich ständig nach Möglichkeiten um.

Kanada will keine Chinesen-Übernahme

Ein Übernahmeversuch durch eine chinesische Firma würde in der kanadischen Regierung wohl auf Widerstand stoßen. Sie prüft bei Fusionen, ob sie im Interesse des Landes sind und oder die nationale Sicherheit bedrohen. Das Industrieministerium in Ottawa äußerte sich zunächst nicht zu dem mutmaßlichen Lenovo-Interesse.

Blackberry-Smartphones, die von vielen Großunternehmen wegen der Verschlüsselung von E-Mails geschätzt werden, können sich auf dem Markt nicht gegen das iPhone von Apple oder Geräte mit dem Betriebssystem Android von Google behaupten. Die eigenen Smartphones verkaufen sich trotz eines neuen, hoffnungsvoll gestarteten Betriebssystems namens Blackberry 10 nur schleppend.

Schuldenfrei, aber erfolglos

Eine potenzielle Übernahme würde dadurch erleichtert, dass Blackberry schuldenfrei ist und zuletzt dank harter Einsparungen immer noch 2,6 Milliarden Dollar auf der hohen Kante hatte. Allerdings erwartet das Unternehmen wegen der schlechten Verkäufe einen Verlust von fast einer Milliarde Dollar für das vergangene Quartal und streicht deshalb weitere Jobs, 4500 an der Zahl. Damit bleiben noch 7000 Mitarbeiter übrig.

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