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JPMorgan Chase will 13 Milliarden Dollar zahlen


Möglicher Vergleich im Hypothekenstreit  

JPMorgan Chase will 13 Milliarden Dollar zahlen

20.10.2013, 15:07 Uhr | t-online.de, AP, dpa-AFX

. Die US-Großbank JPMorgan Chase steht stark in der Kritik (Quelle: Reuters)

Die US-Großbank JPMorgan Chase steht stark in der Kritik (Quelle: Reuters)

Die US-Großbank JPMorgan Chase will wohl endlich einen Schlussstrich unter die Ermittlungen wegen umstrittener Hypothekengeschäfte ziehen. Der "New York Times" zufolge hat sich das Finanzinstitut mit dem US-Justizministerium auf eine Zahlung von 13 Milliarden US-Dollar (9,5 Milliarden Euro) geeinigt. Die Zeitung beruft sich dabei auf Insider.

Die Strafzahlungen sollten neun Milliarden Dollar umfassen, vier Milliarden Dollar sollten zudem an finanziell angeschlagene Hausbesitzer fließen. Es wäre der höchste Vergleich, der an der Wall Street je geschlossen wurde. Da Einzelheiten noch ausverhandelt werden müssten, könnte die Abmachung jedoch noch platzen, sagten die mit der Angelegenheit vertrauten Personen weiter.

Der Staat Kalifornien sei jedoch nicht Teil des Deals und will die Bank weiterhin vor Gericht bringen, berichtet die "New York Times". Für das Justizministerium, das in den USA als zu nachgiebig in Bezug auf Großbanken kritisiert wird, gelte die Milliardenzahlung dagegen als ein Ausrufezeichen.

Behörde erwartet Zusammenarbeit

Im Gegenzug für das Entgegenkommen erwarte das Justizministerium eine Zusammenarbeit der Bank in einer strafrechtlichen Ermittlung zur Führung der Bankgeschäfte, hieß es weiter. Dabei geht es demnach um die Ausgabe von hypothekengesicherten Wertpapieren zwischen 2005 und 2007 im Vorfeld der globalen Finanzkrise, die durch die Pleite der Bank Lehman Brothers 2008 ausgelöst worden war. Die Ermittlungen dazu werden von der Bundesstaatsanwaltschaft in Sacramento in Kalifornien geleitet.

Ärger mit Fannie Mae und Freddie Mac

Das "Wall Street Journal" hatte zuvor von einer Vier-Milliarden-Dollar-Einigung mit der für Immobilienfinanzierungen zuständigen Behörde FHFA berichtet. Das Geldhaus hoffte demnach, diese Vereinbarung innerhalb eines Elf-Milliarden-Dollar-Pakets mit dem Justizministerium schnüren zu können - also zwei Milliarden Dollar weniger, als nun berichtet wurde.

JPMorgan soll unter anderem den Immobilienfinanzieren Fannie Mae und Freddie Mac vor der Finanzkrise Hypothekenpapiere im Volumen von 33 Milliarden Dollar (24 Millionen Euro) angedreht und dabei bewusst falsche Angaben über deren Qualität gemacht haben.

Kritiker forderten Gefängnis

Als 2007 die Immobilienblase in den USA platzte, brachen die Preise für die von JPMorgan als Wertpapiere verkauften Hypothekenwerte ein. Investoren verloren damals Milliarden Dollar. Es regte sich massive Kritik, dass daraufhin keine ranghohen Verantwortlichen von der Börse ins Gefängnis geschickt wurden. Manche Abgeordnete forderten, dass die Manager von geretteten Banken für das Finanzdebakel geradestehen müssten. Daraufhin setzte die Justiz im Januar 2012 eine Arbeitsgruppe ein, die den Fall untersuchen sollte.

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Im September räumte JPMorgan ein, dass die Bank bei der Beaufsichtigung der Geschäfte Fehler gemacht habe und stimmte einer Strafzahlung über 920 Millionen Dollar (672 Millionen Euro) zu. In einem anderen Fall stimmten die Bank einer Strafzahlung von 100 Millionen Dollar (73 Millionen Euro) zu. Aber nicht nur JPMorgan steht im Fadenkreuz der Ermittler. Auch andere Großbanken wie die Citigroup und Goldmann Sachs müssen sich wegen Geschäften mit Hypothekenpapieren rechtfertigen und teilweise hohe Strafen zahlen.

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