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Bank of America droht eine weitere Milliarden-Strafe


Hypothekengeschäfte  

Bank of America droht Milliarden-Strafe

22.10.2013, 14:33 Uhr | rtr , dpa

Bank of America droht eine weitere Milliarden-Strafe. Die Bank of America muss sich wegen windiger Hypothekengeschäfte verantworten  (Quelle: Reuters)

Die Bank of America muss sich wegen windiger Hypothekengeschäfte verantworten (Quelle: Reuters)

Nach der US-Großbank JPMorgan Chase droht nun nach übereinstimmenden Medienberichten auch der Bank of America eine weitere milliardenschwere Strafe. Die für Immobilienfinanzierung zuständige US-Aufsicht FHFA fordere für die Beilegung zivilrechtlicher Ansprüche aus windigen Hypothekengeschäften mindestens sechs Milliarden Dollar (4,4 Milliarden Euro), wie die "Financial Times" (FT) und die Nachrichtenagentur Bloomberg berichteten. Die Bank of America hatte bereits in anderen Streitfällen Milliardenvergleiche mit der US-Regierung getroffen.

Steuerzahler musste blechen

Die FHFA wirft der Bank vor, beim Verkauf von Hypothekenpapieren an die staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac die Qualität der Kredite beschönigt zu haben. Als die US-Immobilienblase im Jahr 2007 platzte und die Preise für Eigenheime einbrachen, konnten die Hausbesitzer ihre Schulden nicht mehr begleichen - die Hypothekenpapiere verloren schlagartig an Wert.

Für die Verluste von insgesamt rund 200 Milliarden Dollar (146 Milliarden Euro) bei Fannie Mae und Freddie Mac musste letztlich der Steuerzahler aufkommen. Dieses Geld will sich die FHFA nun zumindest zum Teil von den Banken zurückholen. Insgesamt hat die Behörde 18 Banken verklagt, darunter auch die Deutsche Bank.

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Bei Übernahme verspekuliert

Das größte Rad in diesem Geschäft soll die Bank of America beziehungsweise der Immobilienfinanzierer Countrywide gedreht haben. Diesen hatte der Konzern in der Finanzkrise übernommen und sich daran verhoben. Die Übernahme kostete die Bank wegen horrender Verluste mit Krediten und Strafen schon mehr als 40 Milliarden Dollar (29,2 Milliarden Euro). Die Bank of America musste letztlich vom Staat gerettet werden.

JPMorgan soll Rekordstrafe zahlen

Der US-Branchenprimus JPMorgan soll sich bereits mit den US-Behörden geeinigt haben. Nach Medienberichten vom Wochenende muss das Finanzinstitut insgesamt 13 Milliarden Dollar (9,5 Milliarden Euro) zahlen, das wäre ein Rekordbetrag. Die Einigung sieht laut "New York Times" neun Milliarden Dollar an Bußgeldern vor, vier Milliarden Dollar sollen zusätzlich als Hilfen für klamme Hausbesitzer fließen.

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