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Gold auf Eukalyptusbäumen: Edelmetall kann klettern


Rohstoff-Entdeckung  

Gold kann auf Bäume klettern

23.10.2013, 12:54 Uhr | AFP, t-online.de

Gold auf Eukalyptusbäumen: Edelmetall kann klettern. Mit ihren weit in die Erde hineinreichenden Wurzeln nehmen Eukalyptusbäume mit dem Wasser auch Mineralien auf - etwa Gold (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit ihren weit in die Erde hineinreichenden Wurzeln nehmen Eukalyptusbäume mit dem Wasser auch Mineralien auf - etwa Gold (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In Australien klettert Gold die Bäume hinauf: Forscher haben in Eukalyptusbäumen winzige Teilchen des Edelmetalls ausgemacht und damit möglicherweise eine sanfte Methode zur Entdeckung von Rohstoffen im Boden gefunden.

Baum pumpt Partikel in seine Blätter

Die Goldpartikel seien vermutlich von den Bäumen aus dem Boden gesogen und nach oben gepumpt worden, sagte Geochemiker Melvyn Lintern, einer der Autoren einer jetzt im Fachblatt "Nature Communications" veröffentlichten Studie zum Thema. "Der Eukalyptus agiert wie eine hydraulische Pumpe."

Die Wissenschaftler der Commonwealth-Forschungsorganisation CSIRO machten ihre Entdeckung in der rohstoffreichen Region Kalgoorlie in Westaustralien, wo es im späten 19. Jahrhundert einen großen Goldrausch gab. Das Gold lagert dort 35 Meter unter der Erde. Offenbar hätten die Eukalyptusbäume mit ihren weit in die Tiefe reichenden Wurzeln die Goldpartikel zusammen mit Wasser aufgesogen.

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Nur auf Röntgenbildern sichtbar

Die Wissenschaftler wiesen die Teilchen mithilfe von Röntgenbildern in Blättern, Ästen und Rinde nach. Die höchste Konzentration fanden sie in den Blättern. Da das Gold wahrscheinlich giftig für die Pflanze sei, werde es vermutlich in die äußersten Extremitäten weitergeleitet, damit möglichst wenig schädliche biochemische Reaktionen stattfinden könnten, erklärten die Forscher.

Laut den Forschern werden die Goldblätter aber wohl kaum einen neuen Goldrausch auslösen: Die in den Bäumen gefundenen Partikel seien nur ein Fünftel so breit wie menschliches Haar - und nur auf den hoch entwickelten Röntgenbildern sichtbar.

Kostensparender Rohstoff-Nachweis

Ihre Erkenntnisse halten die Forscher dennoch für nützlich. Denn die Untersuchung des Mineraliengehalts in den Pflanzen mit dieser Methode könne Hinweise auf Mineralien unter der Erde geben - neben Gold könne so auch Zink oder Kupfer nachgewiesen werden. Weil damit keine teuren Bohrungen nötig seien, würden Kosten gespart und die Umwelt geschont, sagte Lintern.

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