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JPMorgan Chase drohen noch sechs Milliarden Dollar mehr Strafe


Schrott-Hypotheken  

JPMorgan drohen noch sechs Milliarden Dollar mehr

23.10.2013, 13:34 Uhr | dpa-AFX, rtr

JPMorgan Chase drohen noch sechs Milliarden Dollar mehr Strafe. Die Großbank JPMorgan ist in einige Skandale verwickelt und will die Lasten loswerden (Quelle: imago images)

Die Großbank JPMorgan will trotz Milliardengewinn Stellen abbauen (Quelle: imago images)

Die Milliarden-Strafe von JPMorgan Chase könnte ins Unermessliche wachsen: Der US-Großbank droht einem Bericht zufolge neben der Rekordstrafe von 13 Milliarden Dollar für einen Vergleich mit der Regierung eine weitere hohe Zahlung. Mehrere institutionelle Investoren fordern nach Informationen des "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen mindestens 5,75 Milliarden Dollar. Um diesen Betrag soll sie JPMorgan in der Finanzkrise beim Verkauf von Hypothekenpapieren geprellt haben. Doch laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters könnte die Großbank wegen einer Steuerabschreibung vier Milliarden Dollar sparen.

Blackrock geht wohl gegen JPMorgan vor

Zu den Klägern gehört laut WSJ unter anderem mit Blackrock der weltweit größte Vermögensverwalter. Mit einer ähnlichen Klage gegen die Bank of America hatte sich die Investorengruppe 2011 rund 8,5 Milliarden Dollar zurückgeholt.

Die Gespräche zwischen JPMorgan und den Profi-Anlegern ziehen sich bereits seit einigen Jahren hin. Erst in der vergangenen Woche sei es zu einem Treffen der beiden Streitparteien gekommen. Es sei aber noch offen, ob es zu einem Vergleich komme oder ob die Gruppe vor ein Gericht ziehe.

Die Verhandlungen mit der Investorengruppe laufen parallel zu den Gesprächen mit der US-Regierung wegen fragwürdiger Hypothekengeschäfte aus der Zeit vor der Finanzkrise. Dabei soll die Bank bereit sein, 13 Milliarden Dollar auf den Tisch zu legen. Dies wäre die höchste Vergleichszahlung der Wall-Street-Geschichte. Hier könnte es noch in dieser Woche eine Einigung geben, schrieb die Zeitung.

In dieser Summe sind zum Teil bereits getroffene Vereinbarungen mit einigen US-Behörden enthalten. Zudem soll auch eine Entschädigung an durch die Geschäfte in Not geratene Hausbesitzer sowie Ausgleichszahlungen an einige Investoren dazugehören.

JPMorgan spart sich Steuern

Der Vergleich im Hypothekenstreit mit der US-Regierung könnte die US-Großbank immerhin unter dem Strich weniger kosten als die ausgehandelte Rekordsumme von 13 Milliarden Dollar. Da ein großer Teil voraussichtlich steuerlich absetzbar sein werde, laufe es wohl am Ende auf neun Milliarden Dollar hinaus, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Banken können häufig einen Vergleich von den Steuern absetzen, nicht aber Strafen für Gesetzesverstöße.

Einer der beiden Insider sagte nun, in den 13 Milliarden könnten zwei Milliarden Dollar an Strafe enthalten sein. Weitere vier Milliarden Dollar, die als Hilfen für klamme Hausbesitzer fließen sollten, könnten steuerlich absetzbar sein, sagte der zweite Insider.

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Wie es mit den restlichen sieben Milliarden Dollar aussieht, blieb unklar. Ein Großteil dürfte als Entschädigung für Anleger gedacht sein. Auch davon wird vermutlich ein erheblicher Teil, wenn nicht sogar der gesamte Betrag, steuerlich absetzbar sein.

Sollten insgesamt elf Milliarden Dollar steuerlich geltend gemacht werden können, könne das JPMorgan bei einem Steuersatz von 38 Prozent bis zu 4,2 Milliarden Dollar einsparen, rechnete der Steuerexperte Robert Willens vor. Allerdings könne die Regierung auch eine Ausnahme aushandeln und von der Bank verlangen, dass sie einen Teil der Unkosten nicht steuerlich absetze.

Anleihen mit Schrott-Hypotheken

In dem Streit geht es um den Verkauf riskanter Wertpapiere, die als ein Auslöser der weltweiten Finanzkrise ab 2007 gelten. Nach dem Platzen der Blase am US-Immobilienmarkt wurden viele mit Hypotheken besicherte Wertpapiere weitgehend wertlos. Die Besitzer machten hohe Verluste.

Viele Institute, die die Papiere kauften, gerieten in Schwierigkeiten und mussten staatlich gestützt werden. Im Fall von JPMorgan stammen die meisten Hypothekenpapiere aus dem Bestand von Bear Stearns und Washington Mutual, die das Institut in der Krise auf Betreiben der US-Regierung übernahm.

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