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Der amerikanische Pharmagroßhändler McKesson will Celesio übernehmen.


Übernahme fast geschafft  

US-Pharmagroßhändler will Celesio schlucken

24.10.2013, 12:49 Uhr | dpa-AFX

Der amerikanische Pharmagroßhändler McKesson will Celesio übernehmen. Die Mehrheit haben sich die Amerikaner mit dem Kauf des Aktienpakets des Großaktionärs Haniel schon gesichert. Nun kommt es auf die Aktionäre an - McKesson will für 23 Euro je Celesio-Aktie mindestens 75 Prozent der Anteile einsammeln, sonst platzt der Deal.

Haniel will Schulden abbauen

Vom Mehrheitseigner Haniel kaufen die Amerikaner deren Anteil von 50,01 Prozent an dem deutschen Pharmahändler, wie beide Unternehmen mitteilten. Allen anderen Aktionären wird ein Übernahmeangebot unterbreitet. Das Gesamtvolumen beläuft sich inklusive des geplanten Rückkaufs von Wandelschuldverschreibungen auf 6,1 Milliarden Euro.

Der hochverschuldete Duisburger Mischkonzern Haniel erzielt nach eigenen Angaben einen Verkaufserlös von knapp zwei Milliarden Euro. Mit einem Teil des Geldes will Haniel seine Schulden runterfahren. Haniel war seit 1973 Anteilseigner bei Celesio.

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Neues Unternehmen mit 150-Milliarden-Umsatz

Das Celesio-Management unterstützt das Übernahmeangebot. "Mit dem Zusammenschluss von McKesson und Celesio schaffen wir die Basis für ein weltweit führendes Unternehmen für Healthcare-Services", sagte McKesson-Chef John H. Hammergren. Die bisherigen Marken sollen bestehen bleiben, die Übernahme solle bis Ende März 2014 abgeschlossen sein. Die Amerikaner erhoffen sich Vorteile von jährlich 275 bis 325 Millionen US-Dollar ab dem vierten Jahr der operativen Kontrolle.

Die zusammengeschlossene Gruppe werde voraussichtlich mit rund 81.500 Mitarbeitern weltweit einen jährlichen Umsatz von über 150 Milliarden US-Dollar (111 Milliarden Euro) erzielen und in mehr als 20 Ländern tätig sein.

Aktie legt kräftig zu

Die Übernahme war in Branchenkreisen bereits erwartet worden. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Gerüchte über einen Ausstieg von Haniel gegeben. Anfang Oktober nahmen die Spekulationen an Fahrt auf. Die Aktie sprang an einem Tag um rund 20 Prozent nach oben. Am Mittwoch verdichteten sich die Gerüchte, wodurch das Papier weitere sechs Prozent zulegte. Diese Gewinne baute Celesio am Donnerstag aus und näherte sich mit 22,81 Euro dem Angebotspreis der Amerikaner.

Das weitgehend erwartete Kaufangebot bewerte den Pharmahändler sehr attraktiv, schrieb Commerzbank-Analyst Volker Braun in einer Studie. Konkurrenten von McKesson dürften wohl kein höheres Gebot vorlegen. Kepler-Cheuvreux-Analyst Oliver Reinberg hält das Angebot für akzeptabel. Auch er erwarte kein Gegenangebot.

Preisdruck macht Branche zu schaffen

Celesio und seine Konkurrenten kämpfen mit dem von Gesundheitsreformen angetriebenen Preisdruck. Hinzu kommt eine Rabattschlacht in Deutschland. Zum Halbjahr hatten die Stuttgarter ihr Gewinnziel gesenkt. Im vergangenen Jahr hatte Celesio 22,3 Milliarden Euro erlöst und war wegen hoher Abschreibungen tief in die roten Zahlen gerutscht.

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