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Grönland macht den Weg für Uranabbau frei


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Grönland macht den Weg für Uranabbau frei

25.10.2013, 19:16 Uhr | dpa-AFX, rtr, AP

Grönland macht den Weg für Uranabbau frei. Grönlands Hauptstadt Nuuk: Mit der Idylle könnte es in Teilen der Insel schon bald vorbei sein (Quelle: dpa)

Grönlands Hauptstadt Nuuk: Mit der Idylle könnte es in Teilen der Insel schon bald vorbei sein (Quelle: dpa)

Mit denkbar knapper Mehrheit hat das Parlament in Grönland ein seit Jahrzehnten geltendes Förderverbot für die Ausbeutung radioaktiver Bodenschätze wie Uran gekippt. Nach einer hitzigen Debatte gewann die sozialdemokratisch geführte Regierung von Ministerpräsidentin Aleqa Hammond die Abstimmung am Donnerstag mit 15 zu 14 Stimmen und einer Enthaltung. Das Gesetz erlaubt ausländischen Unternehmen auch die Gewinnung sogenannter Seltener Erden.

Diese Metalle werden zur Herstellung von Hightech-Produkten wie Mobiltelefonen oder leistungsstarken Batterien benötigt. Die Seltenen Erden sind oft mit Uran vermischt, was ein Argument für die Aufhebung des Verbots war.

Umweltverbände warnten, dass die Ausbeutung dieser Bodenschätze das einzigartige Ökosystem der Insel im Nordatlantik gefährden könnte. Hammond verwies in der Debatte dagegen auch auf die hohe Arbeitslosigkeit, steigende Lebenshaltungskosten und das schwache Wirtschaftswachstum. Die "Null-Toleranz-Politik" zur Gewinnung radioaktiver Bodenschätze müsse daher ein Ende haben.

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Die offiziell zum dänischen Königreich gehörende Insel mit 57.000 Menschen regiert sich seit 2009 weitgehend selbst und kann erst seit 2010 selbst über seine Rohstoffe bestimmen. Das Verbot zum Abbau von radioaktiven Bodenschätzen galt seit 1988. Dänemark soll jetzt überwachen, dass Grönland das Uran nicht an Staaten verkauft, die es zum Bau von Atomwaffen nutzten könnten.

Hammond war nach der Wahl im März als erste Frau an die Spitze Grönlands gerückt. Im Wahlkampf hatte sich die Sozialdemokratin einerseits dafür ausgesprochen, ausländische Investoren bei der Förderung von Rohstoffen stärker zur Kasse zu bitten. Gleichzeitig trat sie dafür ein, das Förderverbot von radioaktiven Stoffen und Seltenen Erden zu lockern.

Lizenz auch für Eisenerz

Ein australisches Bergbauunternehmen schätzt, es könnte jährlich bis zu 40.000 Tonnen Seltene Erden in Grönland fördern. Eine britische Firma erhielt bereits eine Lizenz für die Förderung von Eisenerz. Es wird erwartet, dass der Bergbau auch Arbeiter aus dem Ausland, vor allem aus China, nach Grönland bringen wird.

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