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Apple feiert iPhone-Absatzrekord: "Es wird ein iPad-Weihnachten"


Absatzrekord  

Neue iPhones bringen Apple in Schwung

29.10.2013, 10:59 Uhr | rtr, dpa-AFX

Apple feiert iPhone-Absatzrekord: "Es wird ein iPad-Weihnachten". Die neuen iPhone Modelle 5c und 5s bereiten sowohl Kunden als auch Apple Spaß (Quelle: dpa)

Die neuen iPhone Modelle 5c und 5s bereiten sowohl Kunden als auch Apple Spaß (Quelle: dpa)

Die neuen iPhone-Modelle haben das ins Stocken geratene Geschäft von Apple wieder angekurbelt. Der Konzern verkaufte im vierten Geschäftsquartal von Juli bis September annähernd 33,8 Millionen seiner Smartphones und damit ein gutes Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum. Dennoch hat der IT-Riese im abgelaufenen Quartal erneut weniger verdient.

"Es wird ein iPad-Weihnachten"

"Wir hatten einen starken Endspurt in einem bemerkenswerten Jahr", sagte Konzernchef Tim Cook in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Er rechnet nun auch mit guten Verkäufen zu Weihnachten. Dazu beitragen sollen die jüngst vorgestellten neuen iPad-Tablets und Mac-Computer. "Es wird ein iPad-Weihnachten", sagte Cook.

Umsatz leicht gestiegen

Bisher stieg die Zahl der verkauften iPads nur unwesentlich auf 14,1 Millionen - ein Grund könnte darin liegen, dass viele Kunden auf die neuen Modelle warten. Das große Modell wurde dünner und leistungsstärker, das kleine Modell bekam einen schärferen Bildschirm.

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So waren es die iPhones, die das Geschäft belebten. Der Umsatz des Konzerns stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um vier Prozent auf 37,5 Milliarden Dollar (27,2 Milliarden Euro). Von April bis Juni war das Unternehmen dagegen auf der Stelle getreten.

Höhere Entwicklungs- und Marketingkosten drücken Gewinn

Apple hatte das mit einem Fingerabdruck-Scanner und einer verbesserten Kamera ausgestattete iPhone 5s und das etwas günstigere iPhone 5c im September vorgestellt. Der Konzern verkaufte am ersten Wochenende gleich neun Millionen Stück - das war ein neuer Rekord.

Allerdings fiel der Gewinn im gleichen Zeitraum um neun Prozent auf unterm Strich 7,5 Milliarden Dollar. Der Grund waren zum einen höhere Entwicklungs- und Marketingkosten. Zum anderen setzen Konkurrenten wie Samsung den kalifornischen Konzern unter Druck. Die Südkoreaner hatten erst letzte Woche einen Rekordgewinn verkündet. Smartphone-Verkaufsschlager ist hier das Galaxy S4.

Aktie fällt nachbörslich - Ausblick enttäuscht

Mit den Geschäftszahlen übertraf Apple dennoch die Erwartungen der Analysten. Vor allem das Geschäft im Hoffnungsmarkt China lief wieder deutlich besser, auch Europa erholte sich. Die stärksten Zuwächse verzeichnete der Konzern allerdings in Japan, wo man einen großen Mobilfunkanbieter als neuen Kunden gewinnen konnte. Der Hauptmarkt Amerika schwächte sich dagegen etwas ab.

Trotzdem fiel die Aktie nachbörslich leicht. Denn Apple gehöre zu den Unternehmen, die das "gewisse Etwas mehr" liefern müssten, kommentierte Daniel Saurenz vom Analysehaus Feingold Research.

Vor allem die Gewinnerwartungen für das wichtige Weihnachtsquartal enttäuschten einige Anleger. Finanzchef Peter Oppenheimer sprach von hohen Produktionskosten für das neue iPad Air und die ebenfalls jüngst vorgestellten neuen Macbook-Pro-Notebooks. Zudem verschenkt Apple von nun an sein Mac-Betriebssystem.

Computer immer weniger gefragt

Das geschieht vor dem Hintergrund eines schwachen Marktes: Die Mac-Verkäufe waren um sieben Prozent auf 4,6 Millionen gefallen. Damit teilt Apple das Schicksal zahlreicher PC-Hersteller. Viele Kunden greifen lieber zu einem Tablet oder begnügen sich zum Surfen im Web und Schreiben von E-Mails mit ihrem Smartphone.

Es fehlt an einer Vision

Anleger und Beobachter fragen sich, mit welchem Gerät Apple die Branche nach iPhone und iPad in Zukunft aufmischen will. Es fehle trotz vieler Neuerungen an einer Vision wie beispielsweise eine computerbasierte Armbanduhr, über die seit langem spekuliert wird.

Druck durch Investor

Für neuen Druck sorgt auch der aggressive Finanzinvestor Carl Icahn, der seinen Anteil an Apple stetig ausbaut. Icahn will den iPhone- und iPad-Hersteller dazu bewegen, deutlich mehr Geld aus den gigantischen Reserven an die Aktionäre weiterzureichen.

Die Kasse von Apple wuchs zuletzt kaum noch, was vor allem am laufenden Aktienrückkauf und Dividenden liegt. Insgesamt verfügte Apple nach letztem Stand über 146,8 Milliarden Dollar Barmittel.

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