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GfK-Konsumklima: Kauflaune in Deutschland erlebt leichten Rückschlag


GfK-Konsumklima  

Deutschlands Verbraucherstimmung erstmals seit Januar etwas eingetrübt

31.10.2013, 09:13 Uhr | dpa , rtr , t-online.de



Kleiner Rückschlag für die Kauflaune der Deutschen. Erstmals seit Januar sank das vom Forschungsunternehmen GfK prognostizierte Konsumklima von 7,1 Punkten im Vormonat auf 7,0 Zähler im November. Trotz des leichten Rückschritts bleibe die Verbraucherstimmung aber weiterhin auf einem guten Niveau, so die GfK-Forscher.

"Der aktuelle Rückschlag der Verbraucherstimmung dürfte nur ein Ausrutscher gewesen sein", kommentierte GfK-Experte Rolf Bürkl. Er sieht vorerst keine Gefahr einer möglichen Trendwende. "Wir sprechen weiter von einer stabilen Entwicklung beim Konsumklima", so Bürkl.

Konsum bleibt wesentliche Stütze der Konjunktur

Nach wie vor seien eine steigende Beschäftigung und höhere Einkommen in erster Linie dafür verantwortlich, dass "der Konsum die wesentliche Stütze der Konjunktur ist und bleibt", hieß es weiter in der Mitteilung.

"Gefühlte Inflation" nimmt zu

Nicht ganz so rosig sieht es dagegen bei den Einkommenserwartungen der Verbraucher aus. Hier stellten die GfK-Forscher bereits den dritten Rückgang in Folge fest. Als Grund verwiesen sie auf die sogenannte "gefühlte Inflation", die zuletzt wieder gestiegen sei. In den vergangenen Monaten hatten sich Nahrungsmittel vergleichsweise stark verteuert und weckten bei den Verbrauchern den Eindruck von einer allgemein stärkeren Teuerung.

Allerdings rechnen die Verbraucher laut GfK nur mit vergleichsweise geringen Einbußen bei den Lohnzuwächsen. Unterm Strich stellten die GfK-Forscher fest, dass die Bundesbürger nach wie vor auf eine gute Einkommensentwicklung setzen. Daher bleibe auch die Neigung zu größeren Anschaffungen weiterhin auf Rekordniveau. Der starke Konsumdrang werde außerdem nach wie vor durch rekordtiefe Zinsen gestützt.

Niedrige Zinsen vergraulen Lust auf Geldanlagen

Schon jetzt machen die Verbraucher einen immer größeren Bogen um die klassischen Sparanlagen. Lauf GfK habe sich auch die Sparneigung der Deutschen im Oktober insgesamt kaum von ihrem historischen Tief im Vormonat erholen können.

Dagegen hatte die Bundestagswahl nach Einschätzung des GfK-Experten Bürkl keine große Rolle für die Entwicklung des Konsumklimas gespielt. Dies könnte sich aber mit Blick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD ändern. "Wenn die Verbraucher auch nur befürchten, dass sie stärker belastet werden könnten, hätte das negative Auswirkungen auf das Konsumklima", warnte Bürkl.

Einzelhandel mit Einbußen

Derweil haben die Einzelhändler trotz der guten Konsumlaune erneut weniger eingenommen. Ihr Umsatz fiel um 0,3 Prozent zum Vormonat. Christian Schulz von der Berenberg Bank sagte: "Die offiziellen Einzelhandelsdaten stehen im Widerspruch zum guten Konsumklima und den ordentlichen Rahmenbedingungen wie geringer Arbeitslosigkeit, niedriger Inflation und steigender Löhne. Wir gehen weiter davon aus, dass die Verbraucher in diesem Jahr einen deutlichen Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten werden."

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