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US-Hedgefonds zahlt Rekordstrafe wegen Insiderhandel

Insiderhandel  

US-Hedgefonds zahlt Rekordstrafe

04.11.2013, 21:23 Uhr | dpa, dpa-AFX, rtr, t-online.de

US-Hedgefonds zahlt Rekordstrafe wegen Insiderhandel. SAC zählt weltweit zu den größten Hedgefonds (Quelle: dpa)

SAC zählt weltweit zu den größten Hedgefonds (Quelle: dpa)

Einer der prominentesten Hedgefonds der USA wird mit einer Rekordstrafe für Insiderhandel zur Rechenschaft gezogen. In einem Deal mit der Staatsanwaltschaft erklärte sich SAC Capital Advisors bereit, sich schuldig zu bekennen und insgesamt 1,8 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) zu zahlen. Es ist die höchste Buße für ein solches Vergehen in der US-Geschichte.

Zudem erklärte sich der Fonds des Milliardärs Steven A. Cohen zur Schließung seiner Sparte Investment-Beratung bereit. In dem seit fünf Jahren währenden Streit hatten die Behörden SAC beschuldigt, sich von 1999 bis 2010 mit Hilfe verbotener Insidergeschäfte illegal bereichert zu haben.

Aus für SAC Capital möglich

Cohens Fonds verwaltet rund 15 Milliarden Dollar und gilt als einer der weltweit größten und erfolgreichsten Hedgefonds. Die nun ausgehandelte Strafe könnte das Aus für SAC Capital bedeuten, nicht aber für Fondsmanager Cohen, der zu den bekanntesten Händlern an der Wall Street gehört.

Er persönlich war nicht angeklagt und verfügt über ein Privatvermögen von geschätzten neun Milliarden Dollar. Cohen hat die mehr als zwei Billionen Dollar schwere Hedgefondsbranche über Jahrzehnte mit aufgebaut und zählt zu den erfolgreichsten Händlern seiner Generation. Die Vereinbarung mit den Behörden lässt Klagen gegen andere SAC-Manager zu.

Gericht muss Einigung noch zustimmen

SAC hatte noch im Juli erklärt, der Fonds habe niemals Insidergeschäfte getätigt. Am Montag bekannte sich das Unternehmen dagegen in allen Anklagepunkten für schuldig. Den Angaben zufolge muss das zuständige Gericht der zwischen SAC und Staatsanwaltschaft ausgehandelten Einigung noch zustimmen.

Dann wären auch alle zivilrechtlichen Ansprüche gegen den Fonds erledigt, erklärten die Behörden. Die ausgehandelten 1,8 Milliarden Dollar schlüsseln sich auf in eine Vergleichszahlung von 900 Millionen an die US-Behörden und weitere 900 Millionen reine Geldbuße.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, nach ihrer Kenntnis sei der Gesamtbetrag eine Rekordbuße für Insiderhandel. In der Gesamtsumme sind 616 Millionen Dollar Strafe enthalten, zu der die Behörden das Unternehmen bereits im Sommer verdonnert hatten.

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