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Munich Re erhofft mehr Gewinn und kauft Aktien zurück


Trotz Flut und Hagel  

Munich Re erhofft mehr Gewinn und kauft Aktien zurück

07.11.2013, 13:34 Uhr | dpa-AFX

Munich Re erhofft mehr Gewinn und kauft Aktien zurück. Die Zentrale der Munich Re (Quelle: dpa)

Die Zentrale der Munich Re (Quelle: dpa)

Gemischte Nachrichten für Börsianer: Die Munich Re wird trotz Flut- und Hagelschäden zuversichtlicher und gibt eine Milliardensumme an ihre Aktionäre zurück. Bis Ende April 2014 will der weltgrößte Rückversicherer bis zu einer Milliarde Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken, wie er bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal in München ankündigte. Die Aktie reagierte mit Kursverlusten auf die Nachrichten – die meisten Analysten hatten auf dieses Volumen beim Aktienrückkauf gesetzt, positive Überraschungen fehlten somit.

Munich Re beim Jahresgewinn zuversichtlicher

Beim Jahresgewinn peilt Finanzchef Jörg Schneider nun die Marke von drei Milliarden Euro an. Bisher hatte die Konzernspitze nur von "annähernd drei Milliarden" gesprochen.

Die schweren Hagelgewitter im Sommer warfen den Rückversicherer nicht aus der Bahn. Insgesamt schlagen die Hagelschäden bei den Münchnern mit 260 Millionen Euro zu Buche, davon muss 80 Millionen die Erstversicherungstochter Ergo tragen.

Unter dem Strich schrumpfte der Quartalsgewinn nach einem außergewöhnlich guten Vorjahreszeitraum zwar um 44 Prozent auf 637 Millionen Euro. Damit verdiente die Munich Re allerdings immer noch mehr als von Analysten erwartet.

Im ersten Halbjahr hatte die Flutkatastrophe in Europa bereits für hohe Belastungen gesorgt. Nach den ersten neun Monaten steht bei der Munich Re nun ein Gewinn von 2,1 Milliarden Euro zu Buche, gut ein Fünftel weniger als ein Jahr zuvor.

Zuletzt kam dem Unternehmen zugute, dass der Verkauf seiner US-Krankenversicherungstochter Windsor Health Group (WHG) nicht so verlustreich ausfiel wie erwartet. Die Trennung kostet die Münchner statt 100 nur 50 Millionen Euro, nach Steuern schlug der Verkauf noch mit 20 Millionen Euro negativ zu Buche.

Aktienrückkauf zur Kurspflege

Mit dem geplanten Aktienrückkauf erfüllt die Munich Re schon länger geschürte Erwartungen. Das Unternehmen hatte angesichts des Preisdrucks in der Branche bereits zum Jahreswechsel auf den Abschluss von Verträgen und damit auf Geschäft verzichtet. Das nicht benötigte Kapital soll nun an die Anteilseigner zurückfließen.

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"Aktienrückkäufe kommen zumindest mittelbar allen Aktionären zugute", sagte Finanzchef Schneider. Die zurückgekauften Aktien werden eingezogen, dadurch sollte der Wert der verbliebenen Anteilsscheine entsprechend steigen.

Keine Überraschungen für Analysten

Der Umfang der Aktienrückkäufe von einer Milliarde Euro entspreche den Erwartungen, der Rückversicherer wolle diese jedoch in einem relativ kurzen Zeitraum von nur sechs Monaten tätigen, schrieb Commerzbank-Analyst Frank Kopfinger. So könnte sich Munich Re bei der kommenden Hauptversammlung im April weitere Aktienrückkäufe genehmigen lassen. Das dritte Quartal sei etwas besser als erwartet ausgefallen.

Auch Thorsten Wenzel, Analyst bei der DZ Bank, sah auf den ersten Blick leicht über den Erwartungen liegende Zahlen zum dritten Quartal. Das Aktien-Rückkaufprogramm habe er so erwartet, werte es aber dennoch eindeutig positiv. Der Experte kündigte an, die Anlageempfehlung sowie den fairen Wert für die Aktie nach der Telefonkonferenz an diesem Donnerstag zu überarbeiten.

Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Munich Re nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 150 Euro belassen. Das dritte Quartal des Rückversicherers sei in Bezug auf den Nettogewinn etwas besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Donnerstag. Die angekündigten Aktienrückkäufe sowie die etwas positivere Zielsetzung für 2013 seien gute Nachrichten, wenngleich keine allzu große Überraschung. Kurstreiber sieht Häßler derzeit keine. Er bevorzugt das Papier von Konkurrent Hannover Rück.

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