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RWE: Stellenabbau in Europa schreitet voran - 6750 Arbeitsplätze bis 2016

Krisenstimmung bei RWE  

Energieriese streicht jede zehnte Stelle

14.11.2013, 15:55 Uhr | rtr, dpa

RWE: Stellenabbau in Europa schreitet voran - 6750 Arbeitsplätze bis 2016. Der Energieriese RWE reagiert auf stark schrumpfende Gewinne  (Quelle: dpa)

Der Energieriese RWE reagiert auf stark schrumpfende Gewinne (Quelle: dpa)

Der Energieriese RWE baut angesichts stark schrumpfender Gewinne bis zum Jahr 2016 rund 6750 weitere Stellen ab. Betroffen sei davon ganz Europa, sagte eine Sprecherin. Aus Konzernkreisen wurde verlautet, dass davon allein 4750 in Deutschland wegfallen sollen. Der Konzern wollte die Zahlen zunächst nicht bestätigen. Verhandlungen müsse es auch über die Höhe der Gehälter sowohl der Mitarbeiter als auch der Führungskräfte geben. Die RWE-Aktie verlor an der Börse daraufhin deutlich.

Der Personalstand werde sich konzernweit von rund 67.400 Stellen zum Jahresende 2013 auf knapp 61.000 verringern. Der Konzern erwartet 2014 einen deutlichen Ergebnisrückgang: Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde dann auf 7,6 bis 8,1 Milliarden Euro schrumpfen nach neun Milliarden Euro in diesem Jahr.

Möglichst keine betriebsbedingten Kündigungen

Betriebsbedingte Kündigungen sollten über eine konzerninterne Jobbörse, Altersteilzeit und die natürliche Fluktuation vermieden werden.

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Der Personalabbau verteile sich im Wesentlichen auf die Kraftwerkssparte (2300 Stellen), die Zentralisierung von Querschnittsfunktionen mit dem Sparprogramm "RWE 2015" (2400 Stellen) und den geplanten Verkauf der Ölfördertochter Dea (1400 Stellen). Deutlich gespart werden soll auch an der Tochter für erneuerbare Energien RWE Innogy (250 Stellen).

Terium dreht weiter an der Kostenschraube

RWE-Chef Peter Terium peilt nach dem bis Ende 2014 laufenden Sparprogramm zudem weitere Kürzungen an. Dabei gehe es um eine Bruttosumme von einer Milliarde Euro. Die Stellenstreichungen bis Ende 2016 greifen teilweise auf bereits vorher angekündigte Maßnahmen zurück. Sie beinhalten auch den Verkauf von Beteiligungen, so etwa der Öl- und Gasfördertochter RWE Dea.

Mit der Gesamtsumme von 13.000 Jobs seit 2011 liegt RWE allerdings nun noch über den Streichungen des Konkurrenten E.ON. Die Düsseldorfer hatten angekündigt, von 2010 bis 2015 rund 11.000 Jobs zu streichen - allerdings ohne Beteiligungsverkäufe.

Arbeitnehmer wollen besseren Kündigungsschutz

Im ersten Quartals nächsten Jahres werde es Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern geben. Diese fordern bisher eine Verlängerung des Kündigungsschutzes möglichst um zehn Jahre, was das Unternehmen aber ablehnt. Keine Einigung gibt es bisher auch zu einer vom Unternehmen ins Spiel gebrachten Nullrunde beim Gehalt.

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Gewinn nur dank Sondereffekten

Von Januar bis Ende September konnte Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern nur dank eines Sondereffekts seinen Betriebsgewinn mit 6,7 Milliarden Euro etwa auf dem Vorjahresniveau halten. In dem Gewinn ist aber eine Rückzahlung des russischen Gaslieferanten Gazprom von rund einer Milliarde Euro verbucht. Unter dem Strich brach das Ergebnis um 67,6 Prozent auf 609 Millionen Euro ein.

Der Umsatz stieg um vier Prozent auf knapp 39,9 Milliarden Euro. Und das betriebliche Ergebnis stieg um 0,4 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Analysten hatten mit etwas besseren Zahlen gerechnet.

Halbierung der Dividende

Das Unternehmen hatte bereits Ende September eine Halbierung der Dividende und Einschnitte beim Personal in der Kraftwerkssparte angekündigt. RWE leidet wie die gesamte Branche unter dem stark gesunkenen Börsenstrompreis und geringer Auslastung der Gas- und Steinkohlekraftwerke. Von 2011 bis Ende 2013 hat RWE bereits 6200 Stellen abgebaut oder durch Verkauf abgegeben.

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