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JPMorgan zahlt Investoren 4,5 Milliarden Dollar Schadenersatz.


Hypotheken-Skandal  

JPMorgan zahlt geschädigten Investoren 4,5 Milliarden Dollar

16.11.2013, 10:55 Uhr | dpa, rtr

JPMorgan zahlt Investoren 4,5 Milliarden Dollar Schadenersatz.. Die Zentrale von JPMorgan Chase in New York (Quelle: AFP)

Die Zentrale von JPMorgan Chase in New York (Quelle: AFP)

Die US-Großbank JPMorgan Chase hat sich mit 21 wichtigen institutionellen Investoren auf die Zahlung von 4,5 Milliarden Dollar (rund 3,3 Milliarden Euro) zur Beilegung von Streitigkeiten in Zusammenhang mit Hypothekengeschäften geeinigt. Der Einigung müssen noch die Treuhänder der 330 sogenannten RMBS Trusts zustimmen, wie aus einer veröffentlichten Mitteilung hervorging.

Risiken verschleiert

Einen Teil des Geldes soll die Allianz-Tochter Pimco und die Bayerische Landesbank bekommen. Sie hatten die Wertpapiere vor Ausbruch der globalen Finanzkrise von der größten US-Bank gekauft und damit kurz danach große Verluste gemacht. Viele Anleger hatten JPMorgan daraufhin vorgeworfen, die tatsächlichen Risiken verschleiert zu haben.

Die Großbank teilte mit, dass 21 Investoren der Verständigung zugestimmt hätten. Zu ihnen gehören auch der Vermögensverwalter BlackRock und der US-Versicherer Metlife.

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Sonderlasten drücken Bank in rote Zahlen

JPMorgan, deren Ruf wegen zahlreicher Skandale ramponiert ist, sprach von einem weiteren wichtigen Schritt, um die Rechtsstreitigkeiten aus der Welt zu schaffen. Die gebildeten Reserven sollten ausreichen. 23 Milliarden Dollar hat das Institut insgesamt schon für juristische Vergleiche, Strafen und Gerichtsprozesse zurückgelegt. Die hohen Sonderlasten hatten die ansonsten erfolgsverwöhnte Bank im dritten Quartal erstmals seit fast zehn Jahren in die Verlustzone gedrückt.

Dem Bankhaus werden Gesetzesverstöße beim Verkauf von Wertpapieren und Immobilienkrediten im Zeitraum 2005 bis 2007 zur Last gelegt. Nach dem Platzen der Preisblase am US-Immobilienmarkt wurden die meisten mit Hypotheken besicherten Wertpapiere weitgehend wertlos und brockten ihren Besitzern Verluste ein. Viele Investoren kamen in Schwierigkeiten und dringen auf Schadenersatz.

Weitere 13 Milliarden für Vergleich mit US-Regierung

Bei der jetzigen Einigung geht es um Wertpapiere aus dem Bestand von JPMorgan und Bear Stearns, einem in der Finanzkrise übernommenen Institut. Washington Mutual, ein weiteres von JPMorgan geschlucktes Unternehmen, ist dagegen nicht Gegenstand des Vergleichs.

Die Einigung bedarf noch der Zustimmung der zuständigen Gremien. Die Kanzlei der Investorengruppe nannte eine Frist dafür bis zum 15. Januar, die jedoch auch um 60 Tage verlängert werden könnte.

Parallel zu dem Deal mit den geschädigten Investoren hatte sich die Bank zuletzt vorläufig mit der US-Regierung auf einen Vergleich in Höhe von 13 Milliarden Dollar geeinigt. JPMorgan ist nicht die einzige Bank, die wegen solcher Hypotheken-Geschäfte Ärger hat. Die Bank of America hatte sich 2011 mit 22 Anlegern auf eine Zahlung von 8,5 Milliarden Dollar verständigt.

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