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Amazon Deutschland drohen Streiks in Vorweihnachtszeit

Pakete sollen liegen bleiben  

Amazon drohen Streiks in der Vorweihnachtszeit

18.11.2013, 10:07 Uhr | dpa-AFX, AFP, t-online.de

Amazon Deutschland drohen Streiks in Vorweihnachtszeit. Vor dem Weihnachtsfest muss Amazon sich offenbar auf einen Arbeitskampf einstellen (Quelle: Uwe Zuchhi, dpa)

Vor dem Weihnachtsfest muss Amazon sich offenbar auf einen Arbeitskampf einstellen (Quelle: Uwe Zuchhi, dpa)

Im monatelangen Streit um einen Tarifvertrag wollen Amazon-Mitarbeiter mit massiven Streiks in der Vorweihnachtszeit den Druck auf den Online-Versandriesen verstärken. "Hundertprozentig legen wir über Advent die Arbeit nieder", zitiert der "Focus" den Vertreter der Gewerkschaft Ver.di bei Amazon in Bad Hersfeld, Heiner Reimann. In der Folge könnten Kunden vor dem Fest eventuell vergeblich auf ihre Pakete warten.

Amazon ist "gut vorbereitet"

Dies gelte für Bad Hersfeld sowie den Standort Leipzig, erklärte Reimann. "Ziel ist natürlich, dass Weihnachtspakete liegen bleiben", sagte er dem "Focus". "Am lieben würden die Leute durchgehend bis Heiligabend streiken." Amazon Deutschland reagierte dem Magazin zufolge gelassen auf die Ankündigungen. Das Unternehmen sei "gut vorbereitet", hieß es.

Als "ziemlich harte Nuss" bezeichne der Ver.di-Verhandlungsführer in Leipzig, Jörg Lauenroth-Mago, den Internet-Händler, heißt es in dem Bericht. "Deshalb müssen wir auf die besondere Wirkung unserer Aktionen im Weihnachtsgeschäft setzen", wird der Ver.di-Mann zitiert. Nach seiner Schätzung verlassen täglich mehrere 10.000 Pakete die Leipziger Niederlassung.

Neuer Branchentarifvertrag gefordert

Ver.di fordert für die bundesweit rund 9000 Amazon-Beschäftigten in den neun deutschen Versandzentren eine Bezahlung, die dem Branchentarifvertrag des Einzel- und Versandhandels entspricht. Das Unternehmen orientiert sich indes an der niedrigeren Bezahlung in der Logistikbranche.

Kürzlich hieß es in einer Mitteilung: "Mitarbeiter der deutschen Amazon-Logistikzentren liegen mit ihrem Einkommen am oberen Ende dessen, was in der Logistikindustrie üblich ist." Die Gewerkschaft hatte die Logistikzentren in Leipzig und Bad Hersfeld schon in den vergangenen Monaten mehrfach bestreikt.

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Merkel appelliert an Online-Händler

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in ihrer wöchentlichen Internet-Videobotschaft zum Online-Handel Stellung genommen. Darin appellierte sie an die Anbieter, vertretbare Arbeitsbedingungen zu schaffen, die für die Mitarbeiter akzeptabel seien. Die Kanzlerin sprach sich dafür aus, dass möglichst viele Angestellte in der Branche nach Tarifverträgen bezahlt werden.

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