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Baumarktkette Max Bahr: Firmenrettung durch Gehaltsverzicht der Mitarbeiter


Rettung in letzter Minute?  

Max-Bahr-Mitarbeiter bieten Gehaltsverzicht

19.11.2013, 10:30 Uhr | dpa-AFX, dpa

Baumarktkette Max Bahr: Firmenrettung durch Gehaltsverzicht der Mitarbeiter. Der Baumarktkette Max Bahr droht das Aus. (Quelle: dpa)

Der Baumarktkette Max Bahr droht das Aus. (Quelle: dpa)

Die insolvente Baumarktkette Max Bahr steht vor der Zerschlagung. Nun greifen die Mitarbeiter zu drastischen Mitteln: Zur Rettung ihres Unternehmens wollen die Beschäftigten erneut auf einen Teil ihres Gehalts verzichten.

Max Bahr: 3600 Jobs in Gefahr

Sie seien bereit, gemeinsam mit dem Bieterkonsortium eine Mietkaution für die Royal Bank of Scotland aufzubringen, sagte Gesamtbetriebsratschef Uli Kruse am Montag. 3600 Arbeitsplätze sind gefährdet. Jüngst war die Übernahme durch das Konsortium um die Firma Hellweg und den früheren Max-Bahr-Chef, Dirk Möhrle, gescheitert.

Der Hauptvermieter, die ebenfalls insolvente Gesellschaft Moor Park MB, konnte sich mit Hellweg nicht über die Mietverhältnisse einigen. Moor Park vermietet 66 der 73 zur Übernahme vorgesehenen Bau- und Gartenmärkte.

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Arbeitnehmer geben sich nicht geschlagen

"Wir geben uns noch nicht geschlagen", sagte Kruse. Die Mitarbeiter hatten schon einmal im - letztlich vergeblichen - Sanierungsprozess des Mutterkonzerns anteilig auf Gehalt verzichtet. Auch Praktiker verschwindet nach seiner Insolvenz vom Markt.

Voraussetzung für einen weiteren Gehaltsverzicht sei, dass das Konsortium letztlich zu einer Mietkaution bereit wäre, teilten die Arbeitnehmervertreter mit. Hellweg in Dortmund wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Der Insolvenzverwalter hat vorgesehen, dass die Max-Bahr-Märkte nun einzeln verkauft werden.

Der Schaden der Insolvenz ist derweil noch gar nicht abzusehen. Die Zukunft für die Beschäftigten des Praktiker-Konzerns ist ebenso unklar wie die Lage für die Gläubiger, Lieferanten und ehemaligen Kunden. Die Gläubiger des Konzerns haben mindestens eine Anleihe über 250 Millionen Euro verloren.

Praktiker scheiterte mit Rabatt-Strategie

Für die Gläubiger der Holdinggesellschaft wird es zudem keine Zahlungen aus der Insolvenzmasse geben, weil daraus nur die Kosten des Insolvenzverfahrens gedeckt werden können. Die Märkte mit den Warenbeständen sind aber nicht bei der Holding, sondern bei mehreren operativen Gesellschaften angesiedelt. Für die Beschäftigten ist entscheidend, wie viele von ihnen in Nachfolge-Märkten an den bisherigen Praktiker- und Max-Bahr-Standorten einen Job finden können.

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Praktiker war vor allem aufgrund einer missglückten Rabatt-Strategie, häufiger Führungswechsel und einer unklaren Standortpolitik schon seit Jahren in der Krise. Der lange Winter und das kalte Frühjahr versetzte dem angeschlagenen Konzern den Todesstoß. Die Baumarkt-Branche gilt in Deutschland ohnehin als überbesetzt und leidet unter scharfem Konkurrenzdruck.

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