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JPMorgan Chase: US-Behörden bestätigen Rekordvergleich - Großbank muss 13 Mrd. zahlen


Bank zahlt 13 Milliarden  

US-Justiz bestätigt Rekordvergleich mit JPMorgan

19.11.2013, 22:56 Uhr | AFP, t-online.de

JPMorgan Chase: US-Behörden bestätigen Rekordvergleich - Großbank muss 13 Mrd. zahlen. Die Zentrale von JPMorgan Chase in New York (Quelle: Reuters)

Die Zentrale von JPMorgan Chase in New York (Quelle: Reuters)

Einigung nach wochenlangem Hickhack: Der 13 Milliarden Dollar (9,6 Milliarden Euro) schwere Rekordvergleich zwischen JPMorgan Chase und dem US-Justizministerium wegen umstrittener Hypothekendeals steht. Die amerikanische Justiz hat die Vereinbarung mit der Großbank wegen dubioser Geschäfte mit Immobilienkrediten vor und während der Finanzkrise offiziell bestätigt.

Größte zivilrechtliche Auflage in den USA

Hinter der Summe stehen Hilfen für überschuldete Hausbesitzer sowie Strafen und Entschädigungen. Die Einigung zwischen dem Finanzinstitut und der US-Justiz ist die größte zivilrechtliche Zahlungsauflage, die einem Unternehmen in den Vereinigten Staaten jemals aufgebrummt wurde.

Das komplexe Paket stellt den 4,5 Milliarden Dollar schweren Vergleich in den Schatten, den der britische Ölkonzern BP im November 2012 wegen der Havarie der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko geschlossen hatte.

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Schrottkredite als Geldanlage genutzt

JPMorgan büßt mit dem Milliardenvergleich für fragwürdige Geschäftspraktiken im Zusammenhang mit dem Kollaps des US-Immobilienmarktes. Ab 2007 konnten in den USA immer mehr einkommensschwache Hausbesitzer ihre Darlehen wegen steigender Zinsen nicht mehr abzahlen, während die schlecht abgesicherten Kredite von Bank zu Bank als Geldanlage weitergereicht wurden.

Nach dem Bankrott der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 lösten die toxischen Wertpapiere in einer Kettenreaktion eine weltweite Finanzkrise aus. In den USA mussten viele Menschen ihre Häuser zwangsversteigern oder sitzen auf hohen Schulden, während die gekauften Immobilien deutlich an Wert verloren haben.

Risiken verschwiegen

Die US-Justiz warf der Großbank und ihren auf dem Höhepunkt der Finanzkrise übernommenen Filialen Bear Stearns und Washington Mutual vor, faule Hauskredite an Investoren weiterverkauft zu haben, ohne die Risiken offenzulegen. Das Geldhaus habe eingeräumt, die Öffentlichkeit und die Investoren mit "ernsthaften Falschdarstellungen" hinters Licht geführt zu haben, erklärte das US-Justizministerium. Nun müsse JPMorgan "Wiedergutmachung" leisten für den "finanziellen Sturm", den das Institut mit verursacht habe.

Der Justizminister des Bundesstaats New York, Eric Schneiderman, sprach von einem "historischen Deal, der eine lange überfällige Erleichterung für Millionen Hausbesitzer im ganzen Land bringen wird". Schneiderman hat den Co-Vorsitz einer Kommission inne, die das Verhalten von JPMorgan und anderer Banken bei der Finanzkrise aufarbeitet.

Großbank leistet Wiedergutmachung

Der Vergleich sieht vor, dass das Geldinstitut in Zahlungsnot geratenen Hausbesitzern mit Umschuldungen und einem teilweisen Schuldenerlass im Umfang von insgesamt vier Milliarden Dollar unter die Arme greift. JPMorgan verpflichtet sich dabei auch, Wohnsiedlungen mit vielen verlassenen Häusern aufzupolieren, um die Gegenden wieder attraktiver zu machen und so den Wert der Immobilien zu steigern.

Außerdem muss die Bank insgesamt neun Milliarden Dollar Strafen und Entschädigungen an das Justizministerium sowie an mehrere Bundesstaaten und Behörden zahlen. Alleine vier Milliarden Dollar gehen an die Immobilienbehörde Federal Housing Finance Agency für Verluste bei den halbstaatlichen Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac.

Im Gegenzug stellt die Justiz eine Reihe von zivilrechtlichen Ermittlungen und Verfahren gegen JPMorgan ein. Nicht berührt von dem Vergleich sind mögliche strafrechtliche Folgen für die Bank und verantwortliche Mitarbeiter.

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