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Ikea in Russland streicht Lesben-Geschichte aus Kundenmagazin

Schwedisches Möbelhaus  

Ikea streicht Lesben-Geschichte aus russischem Kundenmagazin

21.11.2013, 14:58 Uhr | Spiegel Online

Ikea in Russland streicht Lesben-Geschichte aus Kundenmagazin. Lesben-Geschichte: Der schwedische Möbelkonzerne beugt sich dem Druck (Quelle: dpa)

Lesben-Geschichte: Der schwedische Möbelkonzerne beugt sich dem Druck (Quelle: dpa)

Überall, wo es Ikea gibt, erschien im Family-Magazin die Story über zwei lesbische Frauen mit Kind, außer in Russland. Dort kuscht die Firma nicht zum ersten Mal. Und in Saudi-Arabien wurden vergangenes Jahr alle Frauen aus dem Katalog retuschiert.

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Nach dem Katalog geht die Selbstzensur jetzt beim Kundenmagazin weiter: Der schwedische Möbelkonzern verzichtet in Russland auf eine Reportage über zwei lesbische Frauen, die mit ihrem Kind in London leben. Ikea-Sprecherin Ylva Magnusson erklärte, die Geschichte erschien in der Dezember-Ausgabe des Magazins, die in 25 Ländern weltweit erhältlich war - aber nicht in Russland.

Im Widerspruch zu den Gesetzen

Die Entscheidung sei getroffen worden, weil der Artikel im Widerspruch zu den Gesetzen des Landes zur Schwulen- und Lesbenpropaganda stünde.

Magnusson sagte am Mittwoch, dass man nach der Beratung von Rechtsexperten nicht in der Lage war, den Artikel zu publizieren, weil die russische Gesetzgebung "Einschränkungen vorsieht, was die Förderung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften betrifft".

Keine Frauen-Bilder in saudischen Katalogen

Erst im vergangenen Jahr sah sich Ikea mit internationaler Kritik konfrontiert: Ebenfalls in vorauseilendem Gehorsam hatte der Möbelkonzern in der saudi-arabischen Ausgabe seines Katalogs alle Bilder von Frauen wegretuschiert.

Und auch in Russland löschte Ikea schon einmal: Ein Foto auf der russischen Webseite zeigte vier Jugendliche, die sich bei einer Ikea-Werbeaktion bunte Sturmmasken im Stil der russischen Polit-Punkband Pussy Riot aufgezogen hatten. Es wurde gelöscht. Ikea begründete den Schritt damals damit, das Unternehmen wolle nicht "als Ort der Agitation jeder Art" ausgenutzt werden.

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