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Deutsche Wirtschaft immer optimistischer - Ifo-Index legt kräftig zu


Geschäftsklima  

Deutsche Wirtschaft immer optimistischer - Ifo-Index legt kräftig zu

22.11.2013, 16:14 Uhr | dpa, t-online.de

Die deutschen Unternehmen lassen die Euro-Schuldenkrise hinter sich. Die Unsicherheit ist verflogen, die Euphorie zurück: Eine starke Binnenkonjunktur und gute Export-Chancen sorgen zum Jahresausklang für so viel Optimismus wie seit langem nicht. Ob Industrie, Handel, Bauwirtschaft oder Dienstleistungen - die Zeichen stehen auf Wachstum. Dabei profitiert Deutschland wie kein zweites Land in Europa von der Erholung in der Eurozone und der Belebung der Weltkonjunktur.

Ifo-Index überrascht Experten

Für eine positive Überraschung sorgt der Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo Instituts: Getragen von der Zuversicht in den Chefetagen klettert das wichtigste Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft deutlich stärker als von Experten erwartet. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg von 107,4 Punkten im Vormonat auf 109,3 Punkte, wie das Ifo Institut mitteilte. Experten hatten nach einem leichten Dämpfer im Vormonat nur mit einem geringen Anstieg des Konjunkturbarometers gerechnet.

Breit angelegtes Wirtschaftswachstum

Die deutsche Wirtschaft meldet sich eindrucksvoll zurück, frohlocken Volkswirte. Sie erwarten ein breit angelegtes Wachstum in den kommenden Monaten: Wichtige Exportmärkte wie die USA und China erholen sich und dürften bald wieder mehr Waren "Made in Germany" nachfragen. Auch der Euroraum wird sich weiter stabilisieren, erwartet die DZ Bank. Im Inland erhöhe der stabile Arbeitsmarkt bei steigenden Einkommen die Kauflaune der Verbraucher.

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"Die Konjunktur wird zunehmend von der Binnennachfrage getragen", ist deshalb auch Stefan Kipar von der BayernLB überzeugt. "Der Konsum bleibt durch das anhaltend niedrige Zinsniveau und reale Kaufkraftgewinne gestützt." Schon im Weihnachtsgeschäft könnten die Einzelhändler davon profitieren.

Euro-Schuldenkrise verschwindet aus den Köpfen

Die Zuversicht in den Chefetagen zeigt sich auch in der wiedergefundenen Investitionslust: Nach knapp zwei Jahren ist die Unsicherheit vor dem Ausgang der Euro-Schuldenkrise aus den Köpfen der Manager verschwunden. Sie investieren wieder mehr, wenn auch auf niedrigem Niveau. Rolf Schneider von der Allianz hofft: "Mit der deutlichen Besserung der Geschäftserwartungen wächst die Chance, dass die Investitionszurückhaltung der Unternehmen abnimmt."

Wichtiger Treiber für das aktuelle Stimmungshoch der Unternehmen sind aber vor allem die guten Exporterwartungen der Industrie, sagt Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Denn zuletzt hatte der Außenhandel das deutsche Wachstum gebremst, allein die Binnennachfrage hielt den Konjunkturmotor am Laufen. "Inzwischen hellt sich auch das außenwirtschaftliche Umfeld merklich auf - darunter im Heimatmarkt Europa", sagt KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner.

Deutscher Schwung könnte andere EU-Länder anstecken

Sorgen in anderen EU-Ländern, dass die deutsche Erholung auf Kosten der übrigen Eurozone gehen könnte, teilt Unicredit-Ökonom Andreas Rees nicht - im Gegenteil: Deutschlands Schwung dürfte auch andere wichtige EU-Länder anstecken und künftig für "positive Überraschungen" sorgen. Angesichts der Kritik am deutschen Leistungsbilanzüberschuss hatte jüngst auch der Außenhandelsverband BGA betont, dass deutsche Exporte "zunehmend die Länder um uns herum stabilisieren, die uns mit Produktionsgütern beliefern".

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Trotzdem wiederholt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz am Freitag die Kritik von EU, IWF und US-Finanzministerium: "Leistungsbilanzüberschüsse sind national und europäisch sehr wohl ein Problem." Die Antwort sei aber nicht, Exporte zu kürzen, sondern Binnenkonsum und Investitionen zu stärken: "Beides zu steigern wäre gut für Deutschland und damit gut für Europa."

Tatsächlich stagnieren die deutschen Warenexporte seit knapp zwei Jahren, während die Kauflust der Verbraucher der Stabilitätsanker der deutschen Konjunktur war. Ökonom Stefan Schneider von der Deutschen Bank unterstreicht: "Der hohe deutsche Leistungsbilanzüberschuss von rund sieben Prozent des BIP ist nicht Ergebnis fehlgeleiteter Politik, sondern von Millionen von Einzelentscheidungen ausländischer Konsumenten und Firmen, die deutsche Produkte den eigenen und denen der Konkurrenz vorziehen."

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