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Goldpreis steht wegen US-Geldpolitik unter Druck


Ende der Geldflut droht  

Goldpreis wegen US-Geldpolitik unter Druck

04.12.2013, 11:29 Uhr | dpa-AFX , t-online.de

Goldpreis steht wegen US-Geldpolitik unter Druck. Der Goldpreis steht unter Druck (Quelle: Reuters)

Der Goldpreis steht unter Druck (Quelle: Reuters)

Die Aussicht auf ein Ende der Geldflut in den USA hat den Goldpreis unter Druck gesetzt. Der Preis pro Feinunze (etwa 31 Gramm) fiel zum Wochenauftakt im Tagestief auf 1215 Dollar, dies war der tiefste Stand seit Juli. Vor zwei Tagen hatte die Feinunze noch gut 1250 Dollar gekostet. Immerhin erholte sich Gold zuletzt wieder ein wenig.

Talfahrt beim Goldpreis

Das von vielen Anlegern als Inflationsschutz gehandelte Edelmetall steuert aber erstmals seit der Jahrtausendwende auf einen Jahresverlust zu - und das dürfte heftig ausfallen. Noch im Januar hatte der Goldpreis knapp unter der Marke von 1700 Dollar gelegen. Das Rekordhoch war Anfang September 2011 bei 1920 Dollar erreicht worden.

Nach Einschätzung von Analysten lässt vor allem die Ankündigung der Fed, möglichst bald mit der Eindämmung ihrer Geldflut zu beginnen, den Kurs sinken. Denn damit sinken die Inflationserwartungen der Anleger.

Starke US-Daten belasten

Als Sitzungsprotokolle der Fed im Frühjahr erstmals zeigten, dass die Notenbanker eine Drosselung ihrer Liquiditätsschwemme erwägen, fiel der Goldpreis rasant.

Am Montag fachten nun robuste US-Konjunkturdaten Erwartungen auf eine rasche Einschränkung der milliardenschweren Anleihekäufe an. Der ISM-Index - er ist der wichtigste Frühindikator für die US-Industrie - hatte überraschend den höchsten Stand seit April 2011 erreicht.

Auch der Dollar spricht gegen Gold

"Die guten Konjunkturdaten führten wieder zur Diskussion, ob die Fed doch früher als erwartet ihre Anleihekäufe zurückführt und ließen den US-Dollar aufwerten", erklärte Experte Eugen Weinberg von der Commerzbank. Der Goldpreis reagiert nicht nur auf die Möglichkeit einer abnehmende Geldschwemme mit Verlusten, auch die stärkere US-Währung drückt den Kurs, da er das Edelmetall außerhalb des Dollarraums verteuert.

Allein im November verzeichnete der Goldpreis ein Minus von 100 US-Dollar pro Feinunze oder fast acht Prozent, erinnerte der Broker Forex Capital Markets (FXCM). Die Anleger verlören nun ihr Vertrauen in den einst sicher geglaubten Hafen.

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Investoren verkaufen Gold

Institutionelle Spekulanten wie Hedge Fonds, Banken und Vermögensverwalter hätten ihre Positionen im Gold abgebaut, erläuterte FXCM weiter. So sei im November die Netto-Position der Non Commercials laut dem Report Commitment of Traders um 70 Prozent zurückgegangen – von über 100.000 auf gut 26.000 Gold-Kontrakte.

Daher komme der Goldpreis seinem im Sommer erreichten Jahrestief bei 1180 US-Dollar immer näher. Vieles werde davon abhängen, ob das Edelmetall erneut knapp unter der 1200-Dollar-Marke seine Talfahrt beenden könne. Falls nicht, sei ein Preis um die 1000 US-Dollar pro Feinunze realistisch.

Wie gut läuft die US-Konjunktur?

Nun sind alle Augen auf den Arbeitsmarktbericht gerichtet, den die US-Regierung am Freitag veröffentlichen wird. Die Zahlen gelten als entscheidend dafür, wann die Fed mit dem Abbau ihre Stützen für die Wirtschaft beginnt. Die Notenbank richtet sich maßgeblich am Jobaufbau aus, deshalb könnte eine positive Überraschung am Arbeitsmarkt die geldpolitische Wende näherrücken lassen.

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