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Deutsche Post testet Paket-Drohnen in Bonn


Kampf ums Paketgeschäft  

Deutsche Post testet erfolgreich Paket-Drohne

09.12.2013, 09:16 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

Deutsche Post testet Paket-Drohnen in Bonn. Die Deutsche Post testet neue Versandformen für ihre Pakete  (Quelle: Maurizio Gambarini/dpa)

Die Deutsche Post testet neue Versandformen für ihre Pakete (Quelle: Maurizio Gambarini/dpa)

Die Deutsche Post DHL zeigt mit einem erfolgreichen Testlauf für Paket-Drohnen erneut ihren Willen, in dem hart umkämpften Paketgeschäft die Führungsrolle verteidigen zu wollen. Bei der Probe brachte ein "DHL-Paketkopter" ein Paket von einer Apotheke in Bonn zur Konzernzentrale auf der anderen Rheinseite. Erst kürzlich sorgte Amazon mit dem Vorhaben für Schlagzeilen.

Projekt steht erst am Anfang

Konkrete Pläne, das unbemannte Kleinfluggerät im regulären Zustellbetrieb einzusetzen, hat die Post jedoch noch nicht. "Wir stehen erst ganz am Anfang des Forschungsprojekts", sagte Post-Manager Ole Nordhoff.

Vor wenigen Tagen hatte der Online-Händler Amazon angekündigt, künftig Päckchen mit Mini-Drohnen zustellen zu wollen. Auch der weltgrößte Paketdienst UPS denkt über den Einsatz von automatisch fliegenden Transportrobotern nach.

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Deutsche Flugsicherung beurteilt Vorstöße skeptisch

Die Deutsche Flugsicherung in Langen hingegen steht den Plänen der Warenzustellung durch die kleinen Flugroboter skeptisch gegenüber. Selbst wenn die Drohnen zugelassen würden, müssten Unternehmen mit einem erheblichem bürokratischen Aufwand für die Zulassung rechnen. Hierzulande müssten sogar drei Behörden zustimmen: das Luftfahrt-Bundesamt, die Landesluftfahrtbehörden der Bundesländer und die Flugsicherung für Drohnen im sogenannten kontrollierten Luftraum, erklärte Kristina Kelek von der Flugsicherung der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Packstation für zu Hause

Der Boom auf dem Paketmarkt zwingt die Anbieter zum Umdenken, der Markt ist hart umkämpft. Von Januar bis Juni 2013 ist der deutsche Markt laut der "Welt" um 3,8 Prozent gewachsen, Inlandspakte legten dabei etwas mehr zu als Sendungen ins Ausland oder aus dem Ausland. Mittlerweile liegt der Anteil der Pakete von Geschäfts- zu Privatadressen bei 53 Prozent – was wiederum dem blühenden Onlinehandel zuzuschreiben ist.

Die Firmen müssen einfallsreich agieren und mit neuen Ideen punkten. Bereits bei der Deutschen Post in der Testphase befindet sich die Packstation für Wohnhäuser. Postbote und Paketkastenbesitzer sollen mit je einem Schlüsselchip Zugang zum Kasten haben, auch Retouren können aus dem Behälter mitgenommen werden. Bezahlen muss den überdimensionierten Briefkasten der Kunde. Allerdings stehe das Angebot nur für Ein- und Zweifamilienhäuser zur Verfügung und ist für Mietshäuser bislang ungeeignet.

Post-Aktie trotz negativem Bericht stark

Die Post-Aktien verzeichneten trotz eines eher negativ gewerteten Zeitungsberichts ein Plus von 0,9 Prozent. Dabei vergrault der Logistiker laut "Handelsblatt" mit seiner geplanten Portoerhöhung einige Kunden. Große Firmen wie die Commerzbank prüften den Wechsel zu billigeren Konkurrenten wie TNT Post, so die Zeitung. Ein Händler sieht die Stimmung für die Aktien daher angeschlagen.

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