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Deutschland droht Knappheit an Rohstoffen - Abhängigkeit von Rohöl


Abhängigkeit von Rohöl  

Experten sehen Rohstoffe als Achillesferse der Industrie

09.12.2013, 16:14 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Deutschland droht Knappheit an Rohstoffen - Abhängigkeit von Rohöl. Die Stahlindustrie leidet gleich doppelt: unter steigenden Metall- und höheren Energiepreisen (Quelle: dpa)

Die Stahlindustrie leidet gleich doppelt: unter steigenden Metall- und höheren Energiepreisen (Quelle: dpa)

Warnung an die deutsche Industrie: Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) sieht den Industriestandort Deutschland durch ernste Versorgungsengpässe bei Rohstoffen bedroht. Es könnte noch schlimmer kommen: Die Analysten der Commerzbank erwarten im kommenden Jahr steigende Preise für Industriemetalle.

150 Milliarden Euro für Rohstoffe

In den kommenden Jahren könnte die Planungssicherheit der Unternehmen eingeschränkt werden, warnte die Bundesanstalt in einem Bericht zur Lage der Rohstoffversorgung in Deutschland. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt musste 2012 mineralische Rohstoffe und Energierohstoffe im Wert von rund 150,5 Milliarden Euro einführen und damit 6,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

"Die Versorgung mit Rohstoffen bleibt die Achillesferse für den Technologiestandort Deutschland", kommentierte BGR-Experte Volker Steinbach die Daten. Die heimischen Unternehmen bleiben auf funktionierende Rohstoffmärkte angewiesen, wie es hieß. Dabei stelle auch der Einfluss der Spekulation an den Märkten die von Importen abhängige deutsche Wirtschaft vor neue Herausforderungen.

Energie ist der größte Kostenfaktor

"Wie in den Jahren zuvor machten die Energierohstoffe den größten Teil der Importausgaben aus", so die BGR. Laut den Experten betrugen die deutschen Rohölimporte im vergangenen Jahr 93,4 Millionen Tonnen. Das sind 2,9 Millionen Tonnen oder 3,2 Prozent mehr als 2011. Über 60 Prozent der deutschen Ölimporte stammen aus Russland, Großbritannien und Norwegen.

Dagegen förderte Deutschland 2012 laut dem Bericht 198,8 Millionen Tonnen Braunkohle, Steinkohle und Erdöl. Im Jahr zuvor lag die Produktionsmenge bei 191,3 Millionen Tonnen. Das Produktionsvolumen der mineralischen Rohstoffe sank von etwa 605 Millionen auf rund 562 Millionen Tonnen.

Erschöpfung der heimischen Vorkommen

Trotz der höheren deutschen Fördermenge an Energierohstoffen 2012 sieht die BGR eine "natürliche Erschöpfung der heimischen konventionellen Erdöl-und Erdgasvorkommen".

Gemeinsam mit dem Auslaufen der Steinkohlesubventionierung sei auch zukünftig von einem weiteren Anstieg der Importabhängigkeit Deutschlands bei Energierohstoffen auszugehen, heißt es weiter in dem Bericht. Immerhin könne der zunehmende Trend zum Recycling einen deutlichen Beitrag zur Verbesserung des Rohstoffangebots in Deutschland leisten.

Analysten erwarten steigende Metallpreise

Wasser auf die Mühlen der BGR gossen die Analysten der Commerzbank: Nach einem verlustreichen Jahr 2013 sollten sich die Metalle im nächsten Jahr wieder moderat verteuern, erläuterten die Finanzexperten mit Blick auf Kupfer, Nickel oder Aluminium.

Zum einen sollte sich die Erholung der globalen Wirtschaft in einer anziehenden Nachfrage widerspiegeln. China bleibe dabei trotz eines schwächeren Wachstums der Nachfragetreiber. Zum anderen glauben die Experten daran, dass der Markt das Angebot bei manchen Metallen als zu hoch einschätze, was in den Preisen noch nicht berücksichtigt sei.

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