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Zalando wandelt sich in eine Aktiengesellschaft


Börsengang möglich  

Zalando wandelt sich in eine Aktiengesellschaft

11.12.2013, 19:37 Uhr | rtr, dpa

Zalando wandelt sich in eine Aktiengesellschaft. Ein Paket des Modehändlers Zalando auf einem Paketförderband in Norderstedt (Quelle: dpa)

Ein Paket des Modehändlers Zalando auf einem Paketförderband in Norderstedt (Quelle: dpa)

Kreischen auf dem Parkett: Der Berliner Modehändler Zalando wandelt sich von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft um. Damit werden zumindest die theoretischen Grundvoraussetzungen für einen Börsengang geschaffen. In Deutschland können Unternehmen nur in der Rechtsform der AG oder KGaA an die Börse gehen.

Zalando stellt die Weichen neu

Zalando selbst sprach von einem lange geplanten Schritt in Richtung einer Unternehmensstruktur, die der Größe des Unternehmens gerecht werde. Dies gebe Zalando die Flexibilität, die für weiteres Wachstum und die künftige Entwicklung notwendig sei.

Die Änderung habe keine Auswirkungen auf das operative Geschäft oder die Rechtsform der Tochtergesellschaften. Bei dem Modehändler hatte bereits im August massive Veränderungen der Eigentümer-Struktur gegeben.

Großaktionär Kinnevik

Die Berliner Startup-Schmiede Rocket Internet, unter deren Fittichen Zalando groß geworden war, übertrug ihre Beteiligung an die eigenen Anteilseigner. Damit wurde die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik zum größten Zalando-Teilhaber mit rund 36 Prozent.

Die Schweden haben das Unternehmen mit 3,7 Milliarden Euro bewertet. Kinnevik-Chefin Mia Livfors soll dem sechsköpfigen Aufsichtsrat von Zalando vorsitzen.

Kräftiges Wachstum bei Zalando

Zalando mischte den Online-Modehandel in Deutschland dank einer einprägsamen Werbekampagne und dem Geschäftsmodell mit lockeren Rückgabe-Bestimmungen auf.

Das Berliner Unternehmen hat sich binnen fünf Jahren aus kleinsten Anfängen zu Europas größtem Modeversender entwickelt. Im vergangenen Jahr verdoppelte sich der Umsatz auf 1,2 Milliarden Euro, in den ersten sechs Monaten 2013 stieg er weiter um 70 Prozent auf 809 Millionen Euro. Noch dürfte die Firma rote Zahlen schreiben. Unter anderem wird über eine sehr hohe Rücksende-Quote spekuliert.

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