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Hilfsfonds für Schlecker-Beschäftigte wird geschlossen


73.000 Euro an Spenden  

Hilfsfonds für Schlecker-Beschäftigte wird geschlossen

16.12.2013, 09:37 Uhr | AFP

Hilfsfonds für Schlecker-Beschäftigte wird geschlossen. Knapp 170 ehemalige Schlecker-Beschäftigte profitierten von dem Fonds (Quelle: dpa)

Knapp 170 ehemalige Schlecker-Beschäftigte profitierten von dem Fonds (Quelle: dpa)

Nach rund eineinhalb Jahren wird der Hilfsfonds für ehemalige Beschäftigte der Drogeriemarktkette Schlecker zum Ende des Jahres geschlossen. Knapp 170 ehemalige Schlecker-Mitarbeiter bekamen bis zu 400 Euro aus dem spendenfinanzierten Schlecker-Solidaritätsfonds, wie die Gewerkschaft Ver.di mitteilte. Sie konnten damit etwa eine Heizölrechnung begleichen oder Kinderkleidung kaufen. Insgesamt kamen mehr als 73.000 Euro an Spenden zusammen.

Schnelle und unbürokratische Hilfe

Den Spendentopf für die einstigen Mitarbeiter der insolventen Drogeriekette hatten im August 2012 Vertreter der beiden großen Kirchen sowie der Schlecker-Gesamtbetriebsrat und die Gewerkschaft Ver.di gegründet. Ziel war schnelle und unbürokratische Hilfe für die ehemaligen Beschäftigten. "Es ist uns gelungen, ein wenig menschliche Wärme in die soziale Kälte einer Politik zu bringen, die es zuließ, dass so viele Menschen ins gesellschaftliche Abseits von Arbeitslosigkeit und Armut geraten sind", erklärte der Initiator des Fonds, Paul Schobel.

Schlecker, die einst größte Drogeriemarktkette Deutschlands, hatte im Januar 2012 Insolvenz angemeldet, im Juni schlossen die letzten Schlecker-Läden. Rund 25.000 Beschäftigte in ganz Deutschland verloren durch die Pleite ihren Arbeitsplatz. Die Gründung einer Transfergesellschaft scheiterte am Widerstand der FDP.

9600 Beschäftigte bisher ohne Job

Laut Ver.di sind von den 25.000 Beschäftigten immer noch 9600 ohne Job. Etwa 3000 seien von anderen Drogeriemärkten übernommen worden. Den anderen sei überwiegend berufsfremde Arbeit wie in Call-Centern angeboten worden, meist nur in Teilzeit, befristet oder in geringfügiger Beschäftigung.

Rund 170 Frauen haben sich selbstständig gemacht: Ob sie dem Konkurrenzdruck im Einzelhandel standhalten können, sei "völlig offen", erklärte Ver.di.

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