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Krieg oder Küche: Google setzt auf das Roboter-Zeitalter


Die Zukunft im Blick  

Krieg oder Küche: Google setzt auf Roboter-Zeitalter

16.12.2013, 17:46 Uhr | dpa, t-online.de

Krieg oder Küche: Google setzt auf das Roboter-Zeitalter. Prototyp eines selbstständig laufenden Roboters von Boston Dynamcis (Quelle: Reuters)

Prototyp eines selbstständig laufenden Roboters von Boston Dynamcis (Quelle: Reuters)

Da kommen Assoziationen zum Hollywood-Blockbuster "I, Robot" auf: Die US-Firma Boston Dynamics entwickelt und baut selbstlaufende Roboter, die auch vom US-Militär für schwierige Einsätze begehrt sind. Nun kauft der Internet-Mega-Konzern Google genau diese Firma, die mit zwei- und vierbeinigen Laufrobotern über Fachkreise hinaus für Aufsehen gesorgt hatte. Dank Googles Finanzkraft könnte die künstliche Intelligenz bald große Sprünge machen.

Der Suchmaschinen-Gigant bestätigte den Kauf gegenüber der "New York Times". Google hatte sein Roboter-Projekt vor wenigen Wochen öffentlich gemacht. Es wird von Andy Rubin, dem Vater des Smartphone-Betriebssystems Android, geleitet. Google hat in den vergangenen Monaten bereits sieben Spezialunternehmen übernommen, die etwa Steuerungstechnik und Sensorik entwickeln oder Spezialisten sind für Greifarme oder optische Systeme zur räumlichen Orientierung.

Großes Synergie-Potenzial

Die Mittel kommen aus dem Werbegeschäft von Google. Durch den Zukauf kann der Internetriese, wie bei den früheren Übernahmen, vermutlich einige Synergie-Effekte für Umsatzbringer der Zukunft realisieren. So engagiert sich Google beispielsweise in der Entwicklung führerloser Autos. Unfallfrei fahren können sie nur durch die Unterstützung vieler Sensoren. Die wiederum brauchen auch die Roboter von Boston Dynamics.

Folgsame Roboter

Die Firma, gegründet vor gut 20 Jahren, hatte in den vergangenen Monaten gleich mit mehreren Maschinen für Aufsehen gesorgt. Darunter ist der BigDog, ein schwerer vierbeiniger Roboter, der beladen durch unwegsames Gelände einem menschlichen Anführer folgt und sogar auf Schnee und Eis laufen kann. Danach zeigten die Entwickler die Modelle WildCat und Cheetah, die nach dem Vorbild von Wildkatzen schnell laufen können.

Derzeit arbeitet Boston Dynamics an menschenähnlichen Roboter-Modellen wie Petman und Atlas, die zum Beispiel nach Naturkatastrophen oder Unfällen wie im japanischen Atomkraftwerk Fukushima eingesetzt werden sollen.

Entwicklungen im Auftrag des US-Verteidigungsunternehmens

Den Großteil seiner Roboter entwickelte Boston Dynamics im Auftrag der Forschungsagentur Darpa des US-Verteidigungsministeriums. Firmengründer Marc Raibert sagte der "New York Times", er sei begeistert, dass Google und Andy Rubin "sehr, sehr groß" denken könnten und die Mittel hätten, das auch umzusetzen.

Investitionen in Umsatzbringer der Zukunft

Das US-Militär zeigte bereits früh Interesse an dem Hightech-Unternehmen, deren neu entwickelte Maschinen sich an ganz praktischen Anforderungen etwa der Infanterie orientieren. Die Roboter können nicht nur atomaren, biologischen oder chemischen Kampfstoffe widerstehen. Die willigen Helfen sind auch schmerzlos in feindlichem Gewehrfeuer und können Granatsplittern viel besser standhalten als Menschen. Zudem benötigen die willigen Helfer außer Akku-Strom so gut wie keine weitere Versorgung.

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Denkbar ist natürlich auch die Entwicklung von Haushaltshelfern für jedermann - "I, Robot" grüßt erneut. Die Chance, irgendwann Zulieferer der US-Armee zu werden, ist ökonomisch aber sicher genauso sinnvoll. Anders gesagt: Google setzt mit ziemlicher Sicherheit auf ein Milliarden-Geschäft der Zukunft. Passend dazu verteuerten sich Google-Aktien am Montag.

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