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Schoko-Streit geht weiter: Ritter-Sport-Aroma landet vor Gericht


Schoko-Streit geht weiter  

Ritter-Sport-Aroma landet vor Gericht

20.12.2013, 14:04 Uhr | dpa , t-online.de

Schoko-Streit geht weiter: Ritter-Sport-Aroma landet vor Gericht . Der Streit um Aromen in Ritter-Sport geht in eine neue Runde (Quelle: imago images)

Der Streit um Aromen in Ritter-Sport geht in eine neue Runde (Quelle: imago images)

Der Schoko-Streit um einen angeblich chemisch hergestellten Aromastoff in Ritter-Sport-Schokolade geht in eine neue Runde. Jetzt soll das Landgericht München klären, ob die Note "mangelhaft", mit der die Stiftung Warentest eine Schoko-Sorte des Anbieters bewertet hatte, rechtens war oder nicht.

Grund für die schlechte Bewertung war ein Test der Stiftung, bei der sie in einer Ritter-Sport-Sorte auf den Aromastoff Piperonal gestoßen war. Anders als auf der Verpackung angegeben sei dieser nicht natürlichen Ursprungs, urteilten die Tester. Gegen diese Behauptung erwirkte Ritter-Sport eine einstweilige Verfügung. Über den Einspruch der Stiftung dagegen wird jetzt vor Gericht verhandelt.

"Fast alle Aromen sind natürlich"

Im Vordergrund steht somit die Frage, ob Piperonal ein chemisch hergestelltes Aroma ist oder nicht. Bei der gerichtlichen Auseinandersetzung rückt deshalb auch der Piperonal-Hersteller Symrise aus dem niedersächsischen Holzminden in den Fokus. Das Unternehmen erwirtschaftet mit seinen Geschmacksstoffen einen Jahresumsatz von 1,75 Milliarden Euro und ist mit großem Abstand die Nummer eins der Branche in Deutschland.

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Auf die Frage, welchen Ursprungs Piperonal sei, sagte Firmensprecher Bernhard Kott der dpa: "Fast alle Aromen sind natürlichen Ursprungs. Das gilt auch für Piperonal." Selbst Geschmacksverstärker hätten heutzutage eine natürliche Basis. Einzig Menthol, das für Kaugummi oder Zahncreme verwendet wird, werde "komplett synthetisch" hergestellt.

Eidesstattliche Erklärung abgegeben

Im Streit um die Ritter-Sport-Schokolade hatte der Aromenhersteller bereits eine eidesstattliche Versicherung abgegeben. Dabei legte das Unternehmen auch sein Herstellverfahren offen. Demnach kommt Piperonal unter anderem in Pflanzen wie Pfeffer oder Dill vor.

Allerdings hatte die Lebensmittelüberwachung des Landkreises Holzminden bei Symrise vorsichtshalber schon einmal Proben des umstrittenen Stoffes entnommen. Das Ergebnis der Untersuchung ist noch offen, und zwar ebenso wie das Gerichtsverfahren, bei dem Aussage gegen Aussage steht.

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