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Fondsanbieter nutzen Schlupfloch

Riskante Geschäfte  

Fondsanbieter nutzen Schlupfloch

27.12.2013, 14:08 Uhr | AFP

. Kritik an DWS und Union Investment. Kunden werden Gebühren berechnet, die in Deutschland verboten sind (Quelle: dpa)

Kritik an DWS und Union Investment. Kunden werden Gebühren berechnet, die in Deutschland verboten sind (Quelle: dpa)

Einzelne Fondsgesellschaften nutzen offenbar ein Schlupfloch zum Geschäftemachen mit besonders riskanten Anlageprodukten. So sollen die Deutsche-Bank-Tochter DWS und die Fondsgesellschaft der Genossenschaftsbanken Union Investment Regelungen der deutschen Finanzaufsicht Bafin genutzt haben, indem sie bestimmte Fonds für ihre Kunden in Luxemburg auflegten, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Demnach berechneten sie ihren Kunden Gebühren, die in Deutschland verboten sind.

Anlagen mit Erfolgsgebühr

Im Gegensatz zu derartigen in Deutschland verwalteten Fonds müssten sie zur Entwicklung der Anlage weniger genaue Angaben machen.

Konkret handele es sich um Anlagen mit einer sogenannten "Performance Fee", eine Erfolgsgebühr also. Der Anleger muss sie dann der Fondsgesellschaft zahlen, wenn sein Anlageprodukt besser abschneidet als ein bestimmter Vergleichswert, also beispielsweise sein Fonds im Vergleich zum Aktienindex DAX eine höhere Rendite abwirft. Umgekehrt allerdings bekomme der Anleger kein Geld zurück, sollte sein Anlageprodukt schlechter abschneiden.

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"Gelddruckmaschine für den Anbieter"

Dieses Prozedere mache riskante Anlagestrategien attraktiv, kritisierte der grüne Europa-Abgeordnete Sven Giegold laut der Zeitung. Das Risiko für den Anleger werde "zur Gelddruckmaschine für den Anbieter", erklärte Giegold.

In Deutschland seien derartige Fonds seit Sommer stärker reglementiert: Die Anbieter müssten auf fünf Jahre deren Erfolg und Misserfolg aufrechnen. Das gelte allerdings nicht für im Ausland aufgelegte Fonds. Während einige Gesellschaften laut dem Bericht freiwillig bei ausländischen Fonds die Aufrechnung für ihre Kunden vornehmen, verzichteten DWS und Union Investment darauf und nutzen das Schlupfloch über Luxemburg weiter.

Der "Süddeutschen Zeitung" teilten beide Gesellschaften mit, sich in Deutschland an die Regeln zu halten. Der Branchenverband BVI zeigte sich der Zeitung gegenüber gewillt, an einer Regelung zur Erhebung der "Performance Fee" mitzuarbeiten.

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