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EADS heißt jetzt Airbus


Luftfahrtkonzern ordnet Geschäfte neu  

EADS heißt jetzt Airbus

02.01.2014, 16:29 Uhr | dpa

. EADS ist Geschichte - der Konzern firmiert nun unter dem Namen Airbus Group (Quelle: picture alliance)

EADS ist Geschichte - der Konzern firmiert nun unter dem Namen Airbus Group (Quelle: picture alliance)

Aus dem Luft- und Raumfahrtkonzern EADS ist zum Start ins neue Jahr die Airbus Group geworden. Wie geplant wechselte das Unternehmen nicht nur seinen Namen, sondern änderte auch die Organisation der vier bisherigen Geschäftsfelder. Neben der größten Tochter, dem Flugzeugbauer Airbus, bündelt der Konzern sein Raumfahrt- und Rüstungsgeschäft nun in der neuen Sparte Airbus Defence & Space, sowie seine Hubschrauberproduktion im Bereich Airbus Helicopters, wie die Airbus Group mitteilte. Im Zuge des Umbaus will der Konzern zudem Tausende Stellen streichen.

"Schubkraft" für die Weltmärkte

"Die Bündelung unter der starken Marke Airbus verleiht unseren Geschäften und Mitarbeitern die nötige Schubkraft für den Erfolg auf den Weltmärkten", sagte Konzernchef Tom Enders. Vor allem will die Airbus Group ihr schwächelndes Rüstungsgeschäft auf Vordermann bringen. Dazu werden die Sparten Astrium (Raumfahrt) und Rüstung (Cassidian) zusammengelegt.

Bis 2016 sollen dabei rund 5800 Jobs abgebaut werden, 2600 davon in Deutschland. Die neue Sparte Airbus Defence & Space hat ihren Sitz in Ottobrunn bei München. Die bisherige Cassidian-Zentrale in Unterschleißheim wird geschlossen.

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IG Metall will Kündigungen verhindern

In den kommenden Monaten will der Konzern mit Arbeitnehmervertretern die Details für den geplanten Stellenabbau verhandeln. Die IG Metall fordert von der Airbus Group, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten - und fordert Unterstützung von der Politik. Der Konzern schließt Kündigungen bisher nicht aus. Vor dem Jahreswechsel hatte der Betriebsrat auf Betriebsversammlungen über die bisher bekannten Eckpunkte der Abbaupläne informiert, die vor allem das Rüstungsgeschäft treffen werden.

Alles auf dem Prüfstand

Dort bekommt die Airbus Group die Sparpolitik der europäischen Regierungen deutlich zu spüren. Programme werden gekürzt oder gestoppt. Enders wollte den Problemen mit Größe begegnen und EADS mit dem britischen Rüstungsriesen BAE Systems zusammenschließen. Doch vor allem die Bundesregierung stemmte sich gegen die Pläne, das Projekt scheiterte. Enders kündigte gleich danach an, alles auf den Prüfstand zu stellen. Erstes Ergebnis war der große Konzernumbau.

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Größte Luft- und Raumfahrtkonzern Europas

Die Airbus Group ist der größte Luft- und Raumfahrtkonzern Europas. Das Unternehmen hat mehr als 140.000 Mitarbeiter. Der Vorgänger EADS entstand 2000 durch die Fusion mehrerer Firmen. Beteiligt waren die DaimlerChrysler Aerospace AG, Aérospatiale Matra aus Frankreich und Casa aus Spanien. 2012 machte die heutige Airbus Group einen Umsatz von 56,5 Milliarden Euro.

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