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Aktienjahr 2014: DAX-Rally oder Börsencrash?

Aktienjahr 2014  

DAX-Rally oder Börsencrash?

04.01.2014, 09:20 Uhr | Spiegel Online

Aktienjahr 2014: DAX-Rally oder Börsencrash?. Ob die Börsianer 2014 Grund zum Feiern haben, bleibt abzuwarten (Quelle: dpa)

Ob die Börsianer 2014 Grund zum Feiern haben, bleibt abzuwarten (Quelle: dpa)

2014 soll das Jahr der Börsenrekorde werden: Der DAX werde die Marke von 10.000 Punkten knacken, prophezeien Analysten. Sollen Privatanleger also noch einsteigen? Drei Gründe, warum es weiter aufwärts geht - und drei Gründe, warum bald der Absturz kommt.

Konzerne verdoppelten Börsenwert

Na, auch wieder nicht dabei gewesen, als das große Geld zu verdienen war? Gut 25 Prozent Plus hat der Deutsche Aktienindex (DAX) im Jahr 2013 gemacht. Im Jahr davor waren es bereits 29 Prozent. Große Konzerne wie Bayer oder die Deutsche Post haben ihren Börsenwert in den vergangenen 24 Monaten etwa verdoppelt.

Am Großteil der deutschen Privatanleger gingen diese Traumrenditen leider vorbei. Nur rund 15 Prozent der Deutschen haben Geld in Aktien oder Aktienfonds investiert, der große Rest steht daneben, schaut zu wie die anderen reich werden und ärgert sich. Nicht umsonst gilt die aktuelle Börsenrally als meistgehasste aller Zeiten.

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DAX am ersten Handelstag 2014 abgerutscht

Ungeduldig warten viele Möchtegernaktionäre auf jeden Knick nach unten, der einen Einstieg rechtfertigen könnte - so wie am Donnerstag, dem ersten Handelstag des Jahres, als der DAX um 1,6 Prozent abrutschte.

Glaubt man den Börsenexperten bei den Banken, lohnt es sich trotz der stark gestiegenen Kurse, noch einzusteigen. Der Großteil von ihnen erwartet sogar, dass der DAX in diesem Jahr die Marke von 10.000 Punkten überspringen wird. Die britische Barclays-Bank hat sogar 11.000 Punkte als Ziel für 2014 ausgerufen. Mit sinkenden Kursen rechnen dagegen nur ganz wenige Außenseiter unter den Analysten.

Skepsis bei optimistischen Prognosen angebracht

Ob man sich auf die optimistischen Prognosen verlassen kann, ist eine andere Frage. Schließlich verdienen die Banken daran, wenn Kunden bei ihnen Aktien kaufen. Seit dem Jahr 2000 haben die Experten der Finanzbranche denn auch jedes Jahr im Schnitt steigende Kurse vorausgesagt - selbst für 2002 und 2008, die sich als absolute Horrorjahre entpuppten.

Abseits der Banken gibt es denn auch genug Börsenpropheten, die das genaue Gegenteil voraussagen: einen Crash oder zumindest einen starken Rückgang am Aktienmarkt.

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Icahn: Zahlen sind "Fata Morgana"

Der US-Milliardär Carl Icahn etwa sieht für die nahe Zukunft schwarz: "Ich will es mal ganz einfach so sagen, viele Zahlen sind eine Fata Morgana", warnte der Investor schon vor Wochen.

Wie geht es also wirklich weiter am Aktienmarkt? Lohnt es sich für Privatinvestoren, jetzt noch einzusteigen? Drei gute Gründe für einen Einstieg - und drei dagegen.

Warum man jetzt noch einsteigen sollte

- Es gibt keine Alternativen: Seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im Herbst 2008 überschwemmen die Notenbanken die Finanzmärkte mit billigem Geld - und das muss nun mal irgendwo angelegt werden. Staatsanleihen sind für viele Investoren keine ernstzunehmende Alternative mehr. Die Zinsen sind einfach zu mickrig.

Galten Papiere aus Deutschland oder den USA zunächst noch als sicherer Hafen in der Krise, hat mittlerweile ein Trend raus aus den Anleihen und rein in die Aktien eingesetzt. Experten sprechen von der großen Rotation.

- Die Wirtschaft läuft: Nach einem eher mauen Wachstum von rund einem halben Prozent soll die deutsche Wirtschaft 2014 nach allen Voraussagen wieder kräftig boomen. Um knapp zwei Prozent werde das Bruttoinlandsprodukt steigen, erwartet etwa das Münchner Ifo-Institut. Auch im übrigen Europa dürfte sich die Lage verbessern.

Die Eurozone kommt aus der Rezession und hat großen Nachholbedarf. Spanien und Irland sind schon nicht mehr auf Hilfen aus dem europäischen Rettungsfonds angewiesen, und auch Portugal erwägt, an den Kapitalmarkt zurückzukehren. Gute Aussichten also auch für deutsche Firmen - und wenn deren Gewinne sprudeln, kann das nur gut sein für die Aktienkurse.

- Blase, na und? Ja, die Kurse sind hoch und Aktien mittlerweile vergleichsweise teuer. Aber wer sagt, dass es nicht noch ein bisschen weitergehen kann? Die aktuelle Hausse, so nennen Börsianer einen Aufwärtstrend, ist nicht einmal fünf Jahre alt. Frühere Boomphasen dauerten bis zu acht Jahre, zum Beispiel von 1992 bis zum Jahr 2000. An deren Ende steht in der Regel eine allgemeine Euphorie, die Kurse steigen besonders steil, der Markt für Fusionen und Übernahmen läuft heiß.

So war es zuletzt in den Jahren 2000 und 2007 - also kurz vor den Crashs. Doch so weit sind wir noch nicht. Selbst wenn sich schon eine Spekulationsblase aufpumpen sollte, lässt sich bis zu deren Platzen noch ordentlich Geld verdienen.

Warum man von Aktien jetzt besser die Finger lassen sollte

- Die Geldflut geht zu Ende: An den Aktienmärkten werden vor allem Erwartungen auf die Zukunft gehandelt - und die sieht für die Börse längst nicht mehr so rosig aus wie in den beiden vergangenen Jahren. Irgendwann müssen die Notenbanken den Kurs des Gelddruckens wieder verlassen, mit dem sie die Aktienmärkte in den vergangenen Jahren angetrieben haben.

Und diese Wende dürfte 2014 zumindest eingeleitet werden. Den Anfang macht die US-Notenbank Fed: Sie hat bereits angekündigt, ihre monatlichen Anleihekäufe zu reduzieren. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, werden auch die langfristigen Zinsen wieder steigen - und Aktien nicht mehr alternativlos sein.

- Wacklige Banken sorgen für Unruhe: 2014 droht den europäischen Banken die wohl härteste Prüfung der vergangenen Jahre. Die Europäische Zentralbank wird die Bilanzen der einzelnen Institute untersuchen und sie einem Stresstest unterwerfen, der die Schwächen der Banken aufdecken soll. Das ist eine wichtige Übung, um das Vertrauen in den europäischen Bankensektor wieder herzustellen.

Es ist aber auch sehr gefährlich. Sollten schon während der Testphase Ergebnisse durchsickern oder gar größere Banken ins Wanken geraten, drohen neue Verwerfungen an den Finanzmärkten. Denn die europäischen Sicherungssysteme, mit denen die Banken aufgefangen werden sollen, greifen frühestens 2015.

- Es ist schon viel zu lange gutgegangen: Seit März 2009 ist der DAX um gut 150 Prozent gestiegen. Die Stimmung ist blendend, die Angst vor einem Einbruch weit weg. Solche Situationen sind gefährlich. Wenn sich alle sicher sind, dass es weiter nach oben geht, folgt in der Regel bald der Einbruch.

Ein Zeichen dafür: Die Aktienkurse sind zuletzt deutlich stärker gestiegen als die Firmengewinne. Im Schnitt der 30 DAX-Konzerne sind sie mittlerweile etwa 14 Mal so hoch wie die jeweiligen Jahresüberschüsse. Die Finanzmärkte haben sich von der Realwirtschaft abgekoppelt. Das ging in der Geschichte selten lange gut.

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