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Alan Mulally sagt Microsoft ab: Ford-Chef will Steve Ballmer nicht beerben


Keine Lust auf Wechsel  

Ford-Chef Mulally sagt Microsoft ab

08.01.2014, 10:46 Uhr | rtr, t-online.de

Alan Mulally sagt Microsoft ab: Ford-Chef will Steve Ballmer nicht beerben. Will von Ford nicht fort: Alan Mulally (Quelle: Reuters)

Will von Ford nicht fort: Alan Mulally (Quelle: Reuters)

Ford-Chef Alan Mulally wird nicht der kommende Chef des Software-Giganten Microsoft. Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, Mulally könne Steve Ballmer beerben. Der Kandidatenkreis beschränkt sich nun wohl auf "rund eine Handvoll" Personen.

Ein Ford-Sprecher sagte, Mulally habe sich eindeutig zu dem Autobauer bekannt. Mulally selbst sagte der Agentur Associated Press, er wolle mit seinem Bekenntnis zu Ford die Spekulationen um seine Person beenden.

Ex-Nokia-Chef auch im Gespräch

Unter den verbliebenen Kandidaten soll es eine oder mehrere Personen geben, die nicht aus der Tech-Branche kommen. Zudem sind Ex-Nokia-Chef Stephen Elop sowie die hauseigenen Kandidaten Satya Nadella und Tony Bates bei dem Software- und Technolgiekonzern im Gespräch.

Microsoft hatte Mitte Dezember erklärt, die Nachfolge-Suche werde Anfang 2014 wohl beendet sein. Ballmer hatte im August seinen Rückzug binnen zwölf Monaten angekündigt. Gesucht wird seitdem ein Experte für den Umbau von Konzernen. Microsoft ist zwar immer noch hochprofitabel - allein im Sommer-Quartal fiel ein Gewinn von 5,2 Milliarden Dollar und einen Rekordumsatz von 18,5 Milliarden Dollar an. Doch durch die Smartphone- und Tablet-Revolution schwindet Microsofts Vormachtstellung.

Microsoft will Marktführer bei Mobilen werden

Kritiker werfen Ballmer vor, in seinen 13 Jahren an der Spitze den Wandel zu mobilen Geräten zu spät erkannt zu haben. Im Juli hatte er allerdings eine Neuausrichtung ausgerufen. Sie soll den Konzern unabhängiger vom weltweit schwächelnden PC-Geschäft machen. Microsoft will vielmehr Marktführer für mobile Geräte und die rentableren IT-Dienstleistungen werden. Ein erster Schritt dazu sollte die Übernahme der Handy-Sparte von Nokia sein.

Mulally hatte bislang nicht zu erkennen geben, dass er nicht an dem Top-Job bei Microsoft interessiert sein könnte. Die Spekulation über seinen Wechsel dorthin hatte in den Medien zuletzt die Ford-internen Nachrichten überlagert, etwa die Vorstellung des neuen Ford Mustang. Das hatte Kreisen zufolge für Unmut im Ford-Verwaltungsrat gesorgt.

Investoren sehen Konzerngründer Bill Gates als Bremser

Einigen Investoren bei Microsoft wäre ein renommierter Quereinsteiger wie Mulally allerdings gerade recht gekommen. Denn die angekündigte Umstrukturierung konnte manche Aktionäre bislang nicht überzeugen. Unter Investoren waren daher Forderungen laut geworden, den einflussreichen Konzerngründer Bill Gates und Ballmer nicht mehr in den Verwaltungsrat zu wählen. Sie fürchten Insidern zufolge, dass vor allem Gates stärkeren Veränderungen kritisch gegenüberstehen und die Macht des neuen Chefs einschränken könnte.

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