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Starbucks streitet mit Kneipe über F-Getränk


Weltkonzern gegen Wirt  

Starbucks streitet mit Kneipe über F-Getränk

08.01.2014, 10:35 Uhr | t-online.de - sia

Starbucks streitet mit Kneipe über F-Getränk. Im Streit um einen Biernamen hat Barbesitzer Jeff Britton Starbucks einen Scheck über sechs Dollar geschickt (Quelle: WPTV Screenshot)

Im Streit um einen Biernamen hat Barbesitzer Jeff Britton Starbucks einen Scheck über sechs Dollar geschickt (Quelle: WPTV Screenshot)

Was den Markennamen angeht, ist Starbucks äußerst empfindlich. Jetzt hat es den Besitzer einer Kneipe im Örtchen Cottleville im US-Staat Missouri erwischt: Jeff Britton hat Post von den Anwälten des Unternehmens bekommen. Wie die "Huffington Post" berichtete, ging es in dem Schreiben um ein Bier namens "Frappicino". Der Name sei dem des Starbucks-Kaffees "Frappuccino" zu ähnlich und müsse weg, forderten demnach die Juristen der Kaffeekette. Der Kneipier und Brauer konterte mit Humor - und dachte sich einen werbeträchtigen neuen Biernamen aus.

Dem Bericht der Zeitung zufolge hatte Britton in seiner Bar "Exit 6" das Starkbier "Frappicino" ausgeschenkt. Durch eine Empfehlung im Internet sei wiederum Starbucks auf Britton und sein Bier aufmerksam geworden. Der Konzern sah offenbar dringenden Handlungsbedarf und sendete ein besorgtes Schreiben an den Barmann.

Konzern fürchtet Irreführung der Verbraucher

Der Name "Frappicino" unterscheide sich von der Marke "Frappuccino" nur durch einen Buchstaben und sei phonetisch identisch, heißt es in dem Brief, den die "Huffington Post" online veröffentlichte. In der Folge könne es zu Verwirrung, Missverständnissen und einer Irreführung der Verbraucher kommen.

Diese könnten glauben, dass die Kneipe oder das Bier mit Starbucks in Zusammenhang stünden - was nicht der Fall sei. Starbucks verlangte schließlich von Britton, die Bezeichnung "Frappicino" und ähnliche Namen, die auf eine Verbindung zu dem Kaffeekonzern oder seine Produkten schließen lassen könnten, nicht mehr zu verwenden.

Barmann beweist Humor

Jeff Britton folgte der Aufforderung - und zeigte Starbucks gekonnt eine lange Nase. In seiner Antwort, welche die Zeitung ebenfalls online stellte, schrieb er: "Ich antworte Ihnen auf Ihr Schreiben in Bezug auf den Namen 'Frappucino' (wegen des Risikos weiterer Rechtsstreitigkeiten im Folgenden als 'F-Wort' bezeichnet)."

Er hätte nicht gedacht, dass seine Bier trinkenden Gäste glauben könnten, das alkoholische Getränk aus dem Zapfhahn von "Exit 6" sei ein Kaffee aus den vielen vielen vielen Starbucks-Filialen in der Nähe. Weil sich aber an jeder Straßenecke in jedem Viertel in jeder Stadt ein Starbucks befinde, könnten manche Menschen vielleicht wirklich glauben, sie bekämen Starbucks-Kaffee auch in einer lokalen Bar. Das sei sein Fehler gewesen.

Scheck über sechs Dollar geschickt

Der umstrittene Name werde von der Getränkeliste gestrichen. Um weitere Folgen zu vermeiden, verspreche er zudem, die Produktion seines "Starbucks-McDonald's-Coca-Cola-Marlboro Honey Lager" einzustellen. Britton habe darüber hinaus einen Scheck über sechs Dollar mitgeschickt, heißt es in der Meldung, die Summe habe er mit dem Ausschank von insgesamt drei "Frappicino" erwirtschaftet.

Vielleicht aber hat der clevere Kneipenbesitzer bald mehr Erfolg mit dem Getränk: Er soll es inzwischen unter dem Namen "The F Word" vertreiben - auf Deutsch "Das F-Wort".

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