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Neuer Zehn-Euro-Schein wird sicherer: So sieht der neue Zehner aus


Sicherer gegen Fälschungen  

So sieht der neue Zehn-Euro-Schein aus

13.01.2014, 13:36 Uhr | dpa, AFP

Neuer Zehn-Euro-Schein wird sicherer: So sieht der neue Zehner aus. Der neue Zehn-Euro-Schein kommt ab 23. September in Umlauf. (Quelle: dpa)

Der neue Zehn-Euro-Schein kommt ab 23. September in Umlauf. (Quelle: dpa)

Nach dem Fünf-Euro-Schein erhält neun Monate später auch der Zehner ein neues Aussehen. Die Europäische Zentralbank hat am Vormittag die neue Banknote präsentiert. Ab 23. September 2014 gelangen die Scheine nach und nach zu den Verbrauchern im Euro-Raum. Unsere Fotoshow zeigt die neue Note im Detail.

Das Design der neuen Scheine stammt aus der Hand von Reinhold Gerstetter. Der schwäbische Grafiker, der mehr als zwanzig Jahre bei der Berliner Bundesdruckerei gearbeitet hat, übernahm auch schon die Umgestaltung der Fünf-Euro-Noten.

Europa lächelt nun auch vom Zehn-Euro-Schein

Sein Ziel damals: Die Scheine sollten lebendiger und farbiger werden. Vor allem betreibt er Werbung für Gesichter. Ohne die Porträts auf den Noten könnten sich die Menschen gar nicht richtig mit den Geldscheinen identifizieren, meint er. Zumindest vom Hologramm des Fünf-Euro-Scheins lächelt nun die griechische Sagengestalt Europa den Betrachter an

Den neuen Zehner wird sie ebenfalls schmücken. Die Gestaltung der Note orientiert sich ansonsten zu großen Teilen am Vorgänger: Die Tore und Brücken auf den Scheinen bleiben erhalten.

Allein aus Geschmacksfragen würden die Währungshüter aber nicht den Aufwand des Umtauschs betreiben. Vielmehr soll Geldfälschern das Handwerk erschwert werden, wie Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele schon zur Einführung der neuen Fünfer erklärt hatte: "Mit der Investition in neue Sicherheitsmerkmale sollen die Fälschungszahlen niedrig gehalten werden."

26 Millionen Euro Schaden durch Fälscher

2012 waren laut Europäischer Zentralbank (EZB) weltweit 531.000 Euro-Blüten aufgetaucht. Der Gesamtschaden betrug 26 Millionen Euro. In Deutschland entstand durch Falschgeld ein Schaden von etwa 1,1 Millionen Euro.

2013 war es sogar weit mehr Blüten. Polizei, Handel und Banken zogen 670.000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr, wie die EZB mitteilte. Das waren rund 26 Prozent mehr als 2012.

Kurz nach Einführung des neuen Fünfers schon erste Blüten

Dass der Wettstreit zwischen Währungshütern und Geldfälschern hart geführt wird, hatte sich nach Einführung der überarbeiteten Fünfer im Mai 2013 schnell gezeigt: Kaum war die mit Smaragdzahl, fühlbarem Druckbild und Hologramm verbesserte Banknote Anfang Mai eingeführt worden, versuchten sich Kriminelle schon an ersten Fälschungen.

Die waren zwar noch ziemlich plump, zeigten aber dennoch: Kriminelle geben sich in dem Millionenspiel nicht so leicht geschlagen. Sie wollen den technischen Vorsprung der Notenbanken wieder wettmachen. An den Sicherheitsmerkmalen der neuen Euro-Scheine hatten Experten immerhin seit 2005 getüftelt.

Automaten sollen diesmal rechtzeitig umgestellt werden

Doch nicht nur Kriminelle wurden von den neuen Scheinen auf die Probe gestellt, sondern auch Automatenbetreiber: Etliche Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn sowie einiger regionaler Verkehrsgesellschaften akzeptierten die neuen Fünfer zunächst nicht, weil die Software der Automaten zu spät aktualisiert wurde. Die EZB will unbedingt vermeiden, dass sich dieses Schauspiel wiederholt. Die Notenbanken haben sich vorgenommen, Hersteller und Betreiber solcher Geräte auf die neuen Zehn-Euro-Banknoten vorzubereiten um sicherstellen, dass die Automaten die Scheine akzeptieren.

Nach und nach wollen die Währungshüter alle Euro-Banknoten in Sachen Sicherheit auf den neuesten Stand bringen. 2015 ist der Start des überarbeiteten 20ers vorgesehen, die größeren Stückelungen sollen folgen. Dann wird es auch für Geldfälscher brenzlig: Im ersten Halbjahr 2013 waren vier von fünf Blüten entweder falsche 20er (38 Prozent) oder falsche 50er (44,1 Prozent). Bei kleineren Werten ist der Aufwand zu groß, der Ertrag zu gering.

Dass die Neuauflage der Noten trotzdem mit dem niedrigsten Nennwert begann, hat einen Grund: Die neuen Scheine sind dank einer Beschichtung länger haltbar - und das ist vor allem für den Fünfer wichtig, der am häufigsten den Besitzer wechselt. Und um die Verbraucher nicht zu verwirren, folgen die weiteren Scheine - im Wert aufsteigend - der Reihe nach.

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